Fortgeschrittene Demenz: Palliative Therapie & Planung

Diese Leitlinie stammt aus 2021 und ist möglicherweise nicht mehr aktuell. Aktualität beim Herausgeber prüfen
KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: Cochrane (2021)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Demenz ist eine chronische, progrediente und letztlich tödliche neurodegenerative Erkrankung. Im fortgeschrittenen Stadium leiden Betroffene unter starker kognitiver Beeinträchtigung, Kommunikationsverlust und vollständiger Pflegeabhängigkeit.

Die übliche Versorgung dieser Personengruppe basiert nicht immer auf einem palliativen Ansatz. Oftmals werden am Lebensende unnötige Untersuchungen durchgeführt oder Schmerzen unzureichend behandelt.

Der vorliegende Cochrane Review aus dem Jahr 2021 untersucht die Effekte von palliativen Versorgungsinterventionen. Dabei werden sowohl die Organisation der Versorgung als auch die gesundheitliche Versorgungsplanung (Advance Care Planning) analysiert.

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💡Praxis-Tipp

Der Review hebt hervor, dass die Evidenzbasis für palliative Interventionen bei fortgeschrittener Demenz insgesamt sehr schwach ist. Es wird beschrieben, dass Schmerzen und Symptome in dieser Personengruppe oft schwer zu erfassen sind und nonverbale Signale besondere Beachtung erfordern.

Häufig gestellte Fragen

Laut dem Cochrane Review erhöht Advance Care Planning wahrscheinlich die Dokumentation von Patientenverfügungen. Zudem wird beschrieben, dass Gespräche über Versorgungsziele häufiger stattfinden (moderate Evidenzqualität).

Der Review deutet darauf hin, dass Anpassungen in der Organisation der Versorgung den Komfort im Sterbeprozess möglicherweise erhöhen. Die Evidenzqualität hierfür wird jedoch als sehr niedrig eingestuft.

Es wird berichtet, dass organisatorische Veränderungen wahrscheinlich kaum oder keinen Einfluss auf die Nutzung nicht-palliativer Interventionen haben. Dazu zählen beispielsweise Krankenhauseinweisungen oder Sondenernährung am Lebensende.

Die Autoren des Reviews betonen, dass die Evidenz in diesem Bereich sowohl quantitativ als auch qualitativ stark limitiert ist. Es wird der Bedarf an weiteren hochwertigen Studien unter Einbezug der Betroffenen und Angehörigen hervorgehoben.

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Quelle: Cochrane Review: Palliative care interventions in advanced dementia (Cochrane, 2021). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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