Simulierte Präsenztherapie: Wirksamkeit bei Demenz
Hintergrund
Demenz ist ein fortschreitendes neuropsychiatrisches Syndrom, das häufig mit verhaltensbezogenen und psychologischen Symptomen (BPSD) einhergeht. Zu diesen Symptomen zählen unter anderem Agitation, Aggression und zurückgezogenes Verhalten.
Da medikamentöse Therapien oft mit erheblichen Nebenwirkungen verbunden sind, gewinnen nicht-medikamentöse Ansätze an Bedeutung. Ein solcher Ansatz ist die Simulierte Präsenztherapie (SPT).
Bei der SPT werden Menschen mit Demenz personalisierte Video- oder Tonaufzeichnungen von Familienmitgliedern vorgespielt. Ziel ist es, durch vertraute Stimmen und Erinnerungen Ängste und Verhaltensauffälligkeiten zu reduzieren.
💡Praxis-Tipp
Da die Evidenzlage zur Simulierten Präsenztherapie stark limitiert ist, wird in der Praxis eine sorgfältige Beobachtung der individuellen Reaktion empfohlen. Es sollte darauf geachtet werden, ob die Ton- oder Videoaufnahmen beruhigend wirken oder paradoxerweise zu einer Zunahme der Agitation führen.
Häufig gestellte Fragen
Bei dieser Therapieform werden Menschen mit Demenz personalisierte Video- oder Audioaufnahmen von Angehörigen vorgespielt. Laut Cochrane Review soll dies helfen, verhaltensbezogene und psychologische Symptome zu lindern.
Der Review kommt zu dem Schluss, dass die aktuelle Evidenzlage unzureichend ist, um die Wirksamkeit abschließend zu beurteilen. Die Ergebnisse der wenigen verfügbaren Studien sind gemischt und von sehr niedriger Qualität.
Ja, der Review berichtet von Einzelfällen, in denen die Intervention zu einer Zunahme der Agitation führte. Es wird beschrieben, dass manche Inhalte für die betroffenen Personen belastend sein können.
In zwei der untersuchten Studien zeigte sich kein signifikanter Unterschied zwischen personalisierter Musik und der Simulierten Präsenztherapie. Aufgrund der geringen Datenlage lassen sich jedoch keine sicheren Schlüsse ziehen.
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Quelle: Cochrane Review: Simulated presence therapy for dementia (Cochrane, 2020). Originaldokument ansehen
KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.
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