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Psychotherapie bei Demenz und MCI: Cochrane Review

Diese Leitlinie stammt aus 2022 und ist möglicherweise nicht mehr aktuell. Aktualität beim Herausgeber prüfen
KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: Cochrane (2022)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Depressionen und Angstzustände treten bei Menschen mit Demenz und leichten kognitiven Beeinträchtigungen (MCI) häufig auf. Sie beeinträchtigen die Lebensqualität, die Selbstständigkeit und erhöhen die Belastung für pflegende Angehörige.

Pharmakologische Behandlungen für diese Beschwerden sind bei Demenzpatienten oft nur eingeschränkt wirksam und können mit unerwünschten Nebenwirkungen einhergehen. Daher empfehlen viele klinische Leitlinien primär psychologische Behandlungsansätze.

Dieser Artikel basiert auf dem Cochrane Review von 2022. Die Meta-Analyse untersucht die Wirksamkeit verschiedener psychologischer Interventionen im Vergleich zur Standardversorgung bei Patienten mit Demenz oder MCI.

Empfehlungen

Der Review formuliert folgende Kernaussagen zur Wirksamkeit psychologischer Behandlungsmaßnahmen:

Vergleich der Therapieformen

Die Meta-Analyse vergleicht verschiedene psychologische Ansätze hinsichtlich ihrer Wirksamkeit bei Demenz und MCI:

TherapieformEffekt auf DepressionEffekt auf LebensqualitätEffekt auf Angstzustände
Kognitive Verhaltenstherapien (CBT, BA, PST)Leichte Reduktion (moderate Evidenz)Leichte Verbesserung (moderate Evidenz)Sehr unsicher (sehr niedrige Evidenz)
Unterstützende & beratende TherapienKein/kaum Effekt (niedrige Evidenz)Leichte Verbesserung (moderate Evidenz)Sehr unsicher (sehr niedrige Evidenz)
Achtsamkeitsbasierte & interpersonelle TherapieUnbekannt (unzureichende Daten)Unbekannt (unzureichende Daten)Unbekannt (unzureichende Daten)

Kognitive Verhaltenstherapien

Laut Meta-Analyse reduzieren kognitive Verhaltenstherapien, Verhaltensaktivierung und Problemlösetherapien depressive Symptome am Ende der Behandlung wahrscheinlich leicht. Zudem erhöhen sie möglicherweise die Remissionsraten der Depression.

Es wird festgestellt, dass diese Therapieformen wahrscheinlich auch einen kleinen positiven Effekt auf die Bewältigung von Alltagsaktivitäten (ADL) haben.

Weitere Erkenntnisse

Unterstützende und beratende Interventionen zeigen im Vergleich zur Standardversorgung kaum Effekte auf depressive Symptome.

Aufgrund mangelhafter Berichterstattung in den eingeschlossenen Studien ist es laut Review nicht möglich zu beurteilen, ob die psychologischen Behandlungen unerwünschte Nebenwirkungen haben.

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💡Praxis-Tipp

Der Review betont, dass pharmakologische Behandlungen von Depressionen bei Demenz oft wenig wirksam sind und Nebenwirkungen bergen können. Es wird hervorgehoben, dass kognitive Verhaltenstherapien trotz geringer Effektstärken eine sinnvolle Alternative darstellen, um depressive Symptome und die Lebensqualität zu verbessern. Bei Angstzuständen ist die Wirksamkeit psychologischer Interventionen laut aktueller Datenlage jedoch noch weitgehend unklar.

Häufig gestellte Fragen

Laut Cochrane Review haben kognitive Verhaltenstherapien einen leichten, aber positiven Effekt auf depressive Symptome bei Menschen mit Demenz oder MCI. Unterstützende und beratende Gesprächstherapien zeigen hingegen kaum Wirkung auf die Depression.

Die aktuelle Evidenzlage ist hierzu sehr unsicher. Der Review kommt zu dem Schluss, dass aufgrund unzureichender Daten keine verlässlichen Aussagen zur Wirksamkeit bei Angstzuständen getroffen werden können.

Es wird berichtet, dass kognitive Verhaltenstherapien wahrscheinlich einen kleinen positiven Effekt auf die Bewältigung von Alltagsaktivitäten (ADL) haben. Dies gilt für den Zeitraum direkt nach Abschluss der Behandlung.

Die Meta-Analyse untersuchte primär kognitive Verhaltenstherapien, Verhaltensaktivierung und Problemlösetherapien. Daneben wurden auch unterstützende Therapien, achtsamkeitsbasierte kognitive Therapie (MBCT) und interpersonelle Therapie betrachtet.

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Quelle: Cochrane Review: Psychological treatments for depression and anxiety in dementia and mild cognitive impairment (Cochrane, 2022). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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