Post-COVID Riechstörung: Prävention und Therapie
Hintergrund
Der Verlust des Geruchssinns (Anosmie) ist ein klassisches Leitsymptom einer COVID-19-Infektion. Bei den meisten Betroffenen ist dieser Zustand vorübergehend und bildet sich innerhalb von zwei bis vier Wochen vollständig zurück.
Bei einer signifikanten Minderheit bleibt die olfaktorische Dysfunktion jedoch längerfristig bestehen. Bislang ist unklar, ob frühe therapeutische Interventionen eine Chronifizierung verhindern können.
Dieser Artikel basiert auf dem Abstract eines systematischen Cochrane Reviews aus dem Jahr 2021. Die Autoren untersuchten, ob medikamentöse Behandlungen oder Riechtraining die Erholung des Geruchssinns fördern können.
💡Praxis-Tipp
Da die Evidenz für den Einsatz von intranasalen Kortikosteroiden zur Prävention von Post-COVID-Riechstörungen laut Review sehr gering ist, wird eine kritische Indikationsstellung empfohlen. Es wird darauf hingewiesen, dass sich der Geruchssinn bei vielen Betroffenen auch ohne medikamentöse Intervention innerhalb von vier Wochen spontan erholt. Ein begleitendes Riechtraining wurde in den Studien als Basisintervention genutzt und stellt eine risikoarme Maßnahme dar.
Häufig gestellte Fragen
Laut Cochrane Review ist die Evidenz für den Nutzen von intranasalen Kortikosteroiden bei Post-COVID-Riechstörungen sehr gering. Es lässt sich derzeit nicht sicher sagen, ob die Sprays einen positiven Effekt auf die Erholung des Geruchssinns haben.
Bei den meisten Betroffenen ist der Verlust des Geruchssinns vorübergehend. Der Review gibt an, dass sich die Symptome in der Regel innerhalb von zwei bis vier Wochen zurückbilden.
In der vom Review analysierten Studie wurde das Riechtraining in beiden Untersuchungsgruppen als Basisintervention angewendet. Eine spezifische Auswertung zur alleinigen Wirksamkeit des Trainings liefert dieser Review jedoch nicht.
Derzeit gibt es laut Review keine ausreichende Evidenz für Medikamente, die eine Chronifizierung sicher verhindern können. Die Datenlage zu frühen medikamentösen Interventionen wird als stark limitiert beschrieben.
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Quelle: Cochrane Review: Interventions for the prevention of persistent post-COVID-19 olfactory dysfunction (Cochrane, 2021). Originaldokument ansehen
KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.
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