StatPearls2026

Riechtraining: StatPearls Leitlinie

KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: StatPearls (2026)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Etwa 20 Prozent der Bevölkerung leiden unter einer Einschränkung des Geruchssinns. Dies führt laut der StatPearls-Leitlinie zu einer verminderten Lebensqualität und kann gefährlich sein, da Warnsignale wie Gas- oder Rauchgeruch nicht wahrgenommen werden.

Zu den häufigsten Ursachen eines Riechverlusts zählen sinunasale Erkrankungen, virale Infektionen und Traumata im Gesichts- oder Nasenbereich. Ein verminderter Geruchssinn kann zudem ein frühes Warnsignal für neurodegenerative Erkrankungen wie Parkinson oder Alzheimer sein.

Es wird beschrieben, dass es bei einigen Betroffenen zu einer spontanen Erholung kommt. Jüngere Menschen, Frauen, Nichtraucher und Personen mit einer relativ gut erhaltenen Riechfunktion haben dabei die besten Aussichten auf eine Besserung.

Empfehlungen

Die Leitlinie formuliert folgende Kernempfehlungen und Beobachtungen zum Riechtraining:

Indikationen und Erfolgsaussichten

Das Riechtraining wird primär bei post-infektiöser, post-traumatischer und idiopathischer olfaktorischer Dysfunktion sowie bei Morbus Parkinson empfohlen. Die Erfolgsaussichten variieren je nach zugrunde liegender Ätiologie erheblich.

Die Leitlinie nennt folgende Erfolgs- und Spontanheilungsraten für verschiedene Patientengruppen:

IndikationErfolgsrate mit RiechtrainingSpontanheilungsrate
Post-infektiös71 % (über 1 Jahr)37 %
Post-traumatisch23 %bis zu 20 %
Morbus Parkinsonca. 20 %10 %

Bei idiopathischem Riechverlust ist eine signifikante Besserung laut Leitlinie weniger wahrscheinlich als bei post-infektiösen Ursachen.

Standardprotokoll der Durchführung

Für das Standard-Riechtraining wird die Verwendung von vier spezifischen Düften empfohlen: Phenylethylalkohol (Rose), Eukalyptol (Eukalyptus), Citronella (Zitrone) und Eugenol (Gewürznelke).

Die Leitlinie beschreibt folgenden Ablauf für das tägliche Training:

  • Jeder der vier Düfte wird einzeln für 20 bis 30 Sekunden kontinuierlich geschnüffelt.

  • Das Training erfolgt zweimal täglich, vorzugsweise morgens vor dem Frühstück und abends vor dem Schlafengehen.

  • Die empfohlene Mindestdauer des Trainings beträgt 24 Wochen.

Modifikationen und Adhärenz

Bei post-infektiöser olfaktorischer Dysfunktion zeigt ein Training über ein ganzes Jahr bessere Ergebnisse als ein 16-wöchiges Training. Zudem wird berichtet, dass in dieser Patientengruppe die Verwendung von zwölf verschiedenen Düften oder höheren Duftkonzentrationen effektiver sein kann als das Standardprotokoll.

Da das monatelange Training eine hohe Disziplin erfordert, wird eine regelmäßige ärztliche Kontrolle alle sechs Wochen empfohlen. Zur Steigerung der Adhärenz kann laut Leitlinie auch ein spezieller Riechtrainingsball eingesetzt werden.

Kontraindikationen

Es sind keine absoluten Kontraindikationen für das Riechtraining in Bezug auf Vorerkrankungen oder Medikamente beschrieben.

Bei einer olfaktorischen Dysfunktion infolge von sinunasalen Erkrankungen (wie chronischer Rhinosinusitis) wird jedoch empfohlen, zunächst medizinische und chirurgische Optionen wie topische Steroide oder endoskopische Eingriffe auszuschöpfen.

Das Riechtraining sollte in diesen Fällen erst erwogen werden, wenn chirurgische Optionen nicht möglich sind oder bereits abgeschlossen wurden.

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💡Praxis-Tipp

Laut Leitlinie ist das Riechtraining bei jüngeren Personen und bei Patienten mit schwerer olfaktorischer Dysfunktion besonders effektiv. Es wird zudem betont, dass ein begleitender Tabakkonsum die Erfolgsaussichten des Trainings erheblich mindern kann, weshalb ein Rauchstopp dringend angeraten wird.

Häufig gestellte Fragen

Die Leitlinie empfiehlt eine Mindestdauer von 24 Wochen. Bei post-infektiösem Riechverlust werden durch eine Verlängerung des Trainings auf ein ganzes Jahr deutlich bessere Ergebnisse erzielt.

Das Standardprotokoll umfasst vier spezifische Düfte. Es wird die Verwendung von Rose (Phenylethylalkohol), Eukalyptus (Eukalyptol), Zitrone (Citronella) und Gewürznelke (Eugenol) empfohlen.

Ja, ein Riechverlust tritt bei Morbus Parkinson oft Jahre vor den motorischen Symptomen auf. Laut Leitlinie profitieren etwa 20 Prozent der Parkinson-Patienten von einem strukturierten Riechtraining.

In den bisherigen klinischen Studien wurden keine ernsthaften Komplikationen oder Nebenwirkungen festgestellt. Die Leitlinie merkt lediglich an, dass die tägliche Durchführung über Monate hinweg von den Betroffenen als ermüdend empfunden werden kann.

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Quelle: StatPearls: Olfactory Training (StatPearls, 2026). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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