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Prodromalphase der Psychose: Präventive Interventionen

Diese Leitlinie stammt aus 2019 und ist möglicherweise nicht mehr aktuell. Aktualität beim Herausgeber prüfen
KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: Cochrane (2019)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Die Psychose ist eine schwere psychische Erkrankung, die durch einen Realitätsverlust gekennzeichnet ist. Häufig geht der ersten psychotischen Episode (FEP) eine sogenannte Prodromalphase voraus. In dieser Phase treten bereits erste unspezifische Warnsymptome auf.

Weltweit wurden verschiedene multimodale Behandlungsansätze entwickelt, um in dieser frühen Phase zu intervenieren. Diese umfassen pharmakologische, psychotherapeutische und psychosoziale Strategien.

Das primäre Ziel dieser Interventionen ist es, den Übergang in eine manifeste Psychose bei Risikopersonen zu verhindern. Dieser Artikel fasst die Ergebnisse eines systematischen Cochrane Reviews zusammen, der die Wirksamkeit und Sicherheit solcher Frühinterventionen bei Personen ab 12 Jahren untersucht.

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💡Praxis-Tipp

Laut dem Review ist die Evidenz für den präventiven Einsatz von Antipsychotika in der Prodromalphase sehr schwach und zeigt keinen klaren Nutzen. Es wird stattdessen hervorgehoben, dass nebenwirkungsarme Ansätze wie Omega-3-Fettsäuren oder kognitive Verhaltenstherapie ein gewisses Potenzial zur Verhinderung einer Erstepisode aufweisen könnten. Die sehr niedrige Evidenzqualität erfordert jedoch eine kritische individuelle Nutzen-Risiko-Abwägung.

Häufig gestellte Fragen

Laut dem Cochrane Review gibt es Hinweise darauf, dass Omega-3-Fettsäuren den Übergang in eine manifeste Psychose reduzieren können. In einer Studie sank die Transitionsrate über sieben Jahre von 33 Prozent auf 10 Prozent. Die Evidenzqualität wird jedoch als niedrig eingestuft.

Die Meta-Analyse fand keine klaren Beweise dafür, dass Antipsychotika wie Olanzapin, Amisulprid oder Risperidon den Ausbruch einer Psychose in der Prodromalphase zuverlässig verhindern. Die untersuchten Studien zeigten keinen signifikanten Unterschied zu den Kontrollgruppen.

Der Review zeigt, dass eine Kombination aus CBT und supportiver Therapie die Rate der Psychose-Übergänge nach 18 Monaten im Vergleich zur alleinigen supportiven Therapie halbieren kann. Auch hier weisen die Autoren auf eine sehr niedrige Evidenzqualität hin.

Die Studienlage wird im Review insgesamt als schwach bewertet. Die Evidenz für die meisten untersuchten Interventionen ist von niedriger oder sehr niedriger Qualität, weshalb keine definitiven Schlüsse gezogen werden können.

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Quelle: Cochrane Review: Interventions for prodromal stage of psychosis (Cochrane, 2019). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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