Gruppen-KVT bei Schizophrenie: Wirksamkeit und Evidenz
Hintergrund
Schizophrenie ist eine psychotische Erkrankung, die durch positive und negative Symptome gekennzeichnet ist. Die kognitive Verhaltenstherapie für Psychosen (KVTp) zielt darauf ab, die Interpretation von Erlebnissen zu verändern und belastende Denkmuster zu identifizieren.
Traditionell wird die KVTp als Einzeltherapie durchgeführt, was jedoch kostenintensiv ist. Ein gruppenbasierter Ansatz könnte eine kosteneffiziente Alternative darstellen.
In der Gruppen-KVTp erarbeiten die Betroffenen gemeinsam Bewältigungsstrategien für Halluzinationen, analysieren Wahnvorstellungen und trainieren soziale Kompetenzen. Dieser Cochrane Review aus dem Jahr 2022 evaluiert die Evidenz dieses Ansatzes.
💡Praxis-Tipp
Obwohl die Gruppen-KVTp das allgemeine Funktionsniveau verbessern kann, weist der Review darauf hin, dass sie keinen signifikanten Effekt auf isolierte Positiv- oder Negativsymptome hat. Es wird betont, dass aufgrund kleiner Stichprobengrößen in den Primärstudien derzeit keine endgültigen Schlüsse zur generellen Wirksamkeit gezogen werden können.
Häufig gestellte Fragen
Der aktuelle Cochrane Review konnte diese Frage nicht beantworten. Keine der eingeschlossenen Studien verglich die gruppenbasierte KVT direkt mit einer Einzel-KVT.
Laut den vorliegenden Daten zeigt sich kein eindeutiger Unterschied bei den Hospitalisierungsraten. Die Gruppen-KVTp führt im Vergleich zur Standardversorgung nicht zu signifikant weniger Klinikaufenthalten.
Der Review zeigt einen leichten Vorteil beim allgemeinen psychischen Zustand und dem globalen Funktionsniveau. Auf spezifische Positiv- oder Negativsymptome der Schizophrenie hat die Therapieform jedoch kaum messbare Effekte.
Die in den Review eingeschlossenen Studien berichteten keine Daten zu unerwünschten Ereignissen oder Nebenwirkungen. Daher können hierzu basierend auf dieser Auswertung keine verlässlichen Aussagen getroffen werden.
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Quelle: Cochrane Review: Cognitive behavioural therapy (group) for schizophrenia (Cochrane, 2022). Originaldokument ansehen
KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.
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