Malaria-Prophylaxe bei HIV-positiven Schwangeren: IPTp

KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: Cochrane (2024)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Malaria und HIV-Infektionen überschneiden sich geografisch in Subsahara-Afrika und teilen gemeinsame Risikofaktoren. Eine HIV-Infektion erhöht den Schweregrad einer Malaria-Erkrankung, insbesondere bei schwangeren Frauen.

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) empfiehlt in Gebieten mit stabiler Malaria-Transmission eine intermittierende präventive Therapie in der Schwangerschaft (IPTp) mit Sulfadoxin-Pyrimethamin (SP).

HIV-positive Frauen, die eine tägliche Cotrimoxazol-Prophylaxe zur Vorbeugung opportunistischer Infektionen erhalten, dürfen aufgrund unerwünschter Arzneimittelwechselwirkungen jedoch kein SP einnehmen. Daher stützt sich die Malaria-Prävention in dieser vulnerablen Gruppe derzeit allein auf die tägliche Cotrimoxazol-Gabe.

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💡Praxis-Tipp

Bei HIV-positiven Schwangeren unter Cotrimoxazol-Prophylaxe wird von der Gabe von Sulfadoxin-Pyrimethamin (SP) zur Malaria-Prävention abgeraten. Stattdessen hebt der Review Dihydroartemisinin/Piperaquin als vielversprechende und gut verträgliche Zusatztherapie hervor. Es wird betont, dass diese Kombination im Gegensatz zu Mefloquin das Risiko einer vertikalen HIV-Transmission nicht erhöht.

Häufig gestellte Fragen

Laut Review erhalten viele HIV-positive Frauen eine tägliche Cotrimoxazol-Prophylaxe zum Schutz vor opportunistischen Infektionen. Die gleichzeitige Gabe von SP ist aufgrund von unerwünschten Arzneimittelwechselwirkungen kontraindiziert.

Der Cochrane Review untersucht die Zugabe von Mefloquin oder Dihydroartemisinin/Piperaquin zur täglichen Cotrimoxazol-Gabe. Beide Medikamente zeigen eine gute Wirksamkeit bei der Prävention von Malaria-Infektionen.

Der Review warnt vor dem Einsatz von Mefloquin bei dieser Personengruppe. Es wird auf eine schlechte Verträglichkeit und ein potenziell erhöhtes Risiko für eine Mutter-Kind-Übertragung von HIV hingewiesen.

Die Kombination aus Dihydroartemisinin/Piperaquin und Cotrimoxazol reduziert laut Review signifikant das Risiko für plazentare Malaria. Zudem gilt das Medikament als gut verträglich und erhöht das Risiko einer HIV-Transmission nicht.

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Quelle: Cochrane Review: Intermittent preventive treatment regimens for malaria in HIV-positive pregnant women (Cochrane, 2024). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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