Entwurmung in der Schwangerschaft: Indikation & Effekte

Diese Leitlinie stammt aus 2021 und ist möglicherweise nicht mehr aktuell. Aktualität beim Herausgeber prüfen
KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: Cochrane (2021)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Helminthiasis (Wurmbefall) betrifft weltweit jährlich etwa 44 Millionen Schwangerschaften. Insbesondere der Befall mit Hakenwürmern führt zu Blutverlusten und einer verminderten Nährstoffversorgung.

Dies resultiert häufig in einer Eisenmangelanämie, von der über 50 % der schwangeren Frauen in Ländern mit niedrigem und mittlerem Einkommen betroffen sind. In endemischen Gebieten ist der Hakenwurmbefall eine der Hauptursachen für diese Anämieform.

Obwohl Anthelminthika hochwirksam sind, war die Evidenz für ihren Nutzen und ihre Sicherheit während der Schwangerschaft bisher nicht eindeutig geklärt. Diese Zusammenfassung basiert auf dem Abstract eines aktualisierten Cochrane Reviews aus dem Jahr 2021.

Vollständige Empfehlungen in der Originalleitlinie lesen
ClariMed durchsucht 14.000+ weitere Leitlinien
Häufige Fragen dazu

💡Praxis-Tipp

Laut dem Review ist der primäre messbare Nutzen einer Entwurmung in der Schwangerschaft die Reduktion der mütterlichen Anämie, während direkte positive Effekte auf das Geburtsgewicht oder die perinatale Mortalität nicht nachgewiesen werden konnten. Es wird hervorgehoben, dass die Intervention besonders in hochendemischen Gebieten relevant ist.

Häufig gestellte Fragen

Laut dem Cochrane Review ist der Effekt von Anthelminthika auf die Frühgeburtenrate ungewiss. Die vorliegende Evidenz ist von niedriger Qualität und lässt keine eindeutigen Schlüsse zu.

Die Analyse zeigt, dass eine Entwurmung wahrscheinlich keinen oder nur einen sehr geringen Einfluss auf das Geburtsgewicht hat. Dies wird mit moderater Evidenzqualität belegt.

Die eingeschlossenen Studien untersuchten die Gabe einer Einzeldosis im zweiten oder dritten Trimenon. Der Review hebt insbesondere die Effekte einer Behandlung im zweiten Trimenon zur Anämieprävention hervor.

Die Daten zeigen eine deutliche Reduktion der Ascaris-Prävalenz (moderate Evidenz) sowie eine mögliche Reduktion der Trichuris-Prävalenz. Der Effekt auf Hakenwürmer bleibt in der Auswertung jedoch ungewiss.

War diese Zusammenfassung hilfreich?

Quelle: Cochrane Review: Effect of mass deworming with antihelminthics for soil-transmitted helminths during pregnancy (Cochrane, 2021). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

Verwandte Leitlinien

Über Google hier gelandet?

ClariMed durchsucht alle medizinischen Leitlinien

AWMF, NVL, NICE, WHO, ESC, KDIGO - Quellenzitiert, kostenlos. Speichern Sie Ihren Verlauf auf allen Geräten mit einem kostenlosen Konto.

Kostenloses Konto erstellen
Keine Kreditkarte. DSGVO-konform. In Deutschland gehostet.