Schubförmige MS (RRMS): Therapie mit Immunmodulatoren
Hintergrund
Für die Behandlung der schubförmig remittierenden Multipler Sklerose (RRMS) stehen verschiedene Therapiestrategien zur Verfügung. Dazu gehören Immunmodulatoren, Immunsuppressiva und Biologika.
Dieser Cochrane Review aus dem Jahr 2024 vergleicht die Wirksamkeit und Sicherheit dieser Wirkstoffe als Monotherapie. Die Datenbasis umfasst 50 randomisierte kontrollierte Studien mit über 36.000 erwachsenen Teilnehmenden.
Ein zentrales Problem der analysierten Studien ist das hohe Verzerrungspotenzial. Laut Review weisen 68 Prozent der Studien ein hohes Risiko für Bias auf, häufig bedingt durch die Beteiligung von Pharmaunternehmen.
💡Praxis-Tipp
Bei der Auswahl einer MS-Therapie wird darauf hingewiesen, dass die Datenlage für Behandlungszeiträume von mehr als zwei Jahren unzureichend ist. Zudem wird betont, dass hochwirksame Medikamente wie Fingolimod oder Teriflunomid häufiger zu Therapieabbrüchen aufgrund von Nebenwirkungen führen.
Häufig gestellte Fragen
Laut Cochrane Review führen Natalizumab, Cladribin und Alemtuzumab über einen Zeitraum von 24 Monaten zu einer starken Reduktion der Schübe. Für diese Wirkstoffe liegt eine hohe Evidenz vor.
Die Analyse zeigt, dass Natalizumab nach 24 Monaten zu einer starken Reduktion der Behinderungsprogression führt. Dies wird mit moderater Evidenz belegt.
Der Review stellt fest, dass die Evidenz für Behandlungszeiträume von mehr als zwei Jahren unzureichend ist. Für eine chronische Erkrankung wie MS wird dies als relevante Einschränkung der aktuellen Studienlage gewertet.
Eine erhöhte Rate an Therapieabbrüchen aufgrund von Nebenwirkungen wird unter anderem bei Fingolimod, Teriflunomid und Interferon beta-1a beobachtet. Im Gegensatz dazu ist Alemtuzumab mit weniger Abbrüchen assoziiert.
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Quelle: Cochrane Review: Immunomodulators and immunosuppressants for relapsing-remitting multiple sclerosis: a network meta-analysis (Cochrane, 2024). Originaldokument ansehen
KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.
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