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Azathioprin bei MS: Indikation, Therapie und Schubrate

KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: Cochrane (2024)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Multiple Sklerose (MS) ist eine chronisch-entzündliche, demyelinisierende Erkrankung des zentralen Nervensystems. Azathioprin wird in der klinischen Praxis häufig als Off-Label-Therapie eingesetzt, insbesondere wenn der Zugang zu zugelassenen krankheitsmodifizierenden Therapien (DMTs) eingeschränkt ist.

Der vorliegende Cochrane Review evaluiert die Wirksamkeit und Sicherheit von Azathioprin bei schubförmiger und progredienter MS. Dabei wird der Wirkstoff mit anderen DMTs, Placebo oder keiner Behandlung verglichen.

Die Evidenz basiert auf 14 eingeschlossenen Studien, darunter acht randomisiert-kontrollierte Studien. Die Vertrauenswürdigkeit der Evidenz wird von den Autoren überwiegend als niedrig bis sehr niedrig eingestuft.

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💡Praxis-Tipp

Laut dem Cochrane Review ist vor dem Beginn einer Off-Label-Therapie mit Azathioprin zwingend an die Bestimmung der Thiopurin-Methyltransferase (TPMT) zu denken. Bei einem genetischen Mangel dieses Enzyms droht eine lebensgefährliche Knochenmarksuppression. Zudem wird betont, dass regelmäßige Blutbildkontrollen zur Überwachung der Leukozytenzahlen unerlässlich sind.

Häufig gestellte Fragen

Der Cochrane Review zeigt, dass Azathioprin die Schubrate im Vergleich zu Interferon beta möglicherweise senkt. Gleichzeitig wird jedoch ein erhöhtes Risiko für schwere Nebenwirkungen und Leukopenien unter Azathioprin beschrieben.

Laut dem Review wird mit einer Initialdosis von 1 mg/kg Körpergewicht pro Tag begonnen. Diese wird über vier bis sechs Wochen schrittweise auf eine Erhaltungsdosis von 2,5 bis 3 mg/kg Körpergewicht pro Tag gesteigert.

Der Review beschreibt Azathioprin als langsam wirkende Substanz. Ein therapeutisches Ansprechen ist in der Regel erst nach mindestens drei bis sechs Monaten Behandlungsdauer zu erwarten.

Zu den häufigsten klinischen Nebenwirkungen zählen laut Review gastrointestinale Beschwerden wie Übelkeit und Erbrechen, besonders zu Therapiebeginn. Zudem wird auf das Risiko einer Knochenmarksuppression mit Leukopenie hingewiesen.

Nein, der Review stellt klar, dass Azathioprin nicht primär für Multiple Sklerose zugelassen ist. Es wird jedoch weltweit häufig als Off-Label-Therapie eingesetzt, insbesondere wenn andere krankheitsmodifizierende Medikamente nicht verfügbar sind.

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Quelle: Cochrane Review: Azathioprine for people with multiple sclerosis (Cochrane, 2024). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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