CochraneIa2023Gynäkologie

GnRH-Analoga bei Endometriose: Indikation und Therapie

KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: Cochrane (2023)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Der Cochrane Review (2023) untersucht den Einsatz von Gonadotropin-Releasing-Hormon-Analoga (GnRH-Analoga) bei Frauen mit Endometriose. Endometriose ist eine häufige gynäkologische Erkrankung, die 6 bis 11 % der Frauen im gebärfähigen Alter betrifft und zu Dyspareunie, Dysmenorrhoe sowie Unfruchtbarkeit führen kann.

GnRH-Analoga sind synthetische Formen des Hormons Gonadorelin. Bei kontinuierlicher Anwendung unterdrücken sie die Eierstockfunktion, was zu einem Abfall der Östrogen- und Progesteronspiegel führt.

Dieser hypoöstrogene Zustand bewirkt eine Rückbildung des Endometriosegewebes und lindert die damit verbundenen Schmerzen. Gleichzeitig ahmt die Therapie die Menopause nach, was zu unerwünschten Wirkungen wie Hitzewallungen und einer Abnahme der Knochendichte führen kann.

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💡Praxis-Tipp

Laut dem Review geht die Therapie mit GnRH-Analoga mit einem signifikanten Verlust der Knochendichte und hypoöstrogenen Nebenwirkungen wie Hitzewallungen einher. Es wird in der Literatur beschrieben, dass eine begleitende hormonelle Add-back-Therapie oder der Einsatz kalziumregulierender Mittel diesen Knochenabbau verringern kann. Die sehr niedrige Evidenzqualität der zugrundeliegenden Studien sollte bei der gemeinsamen Entscheidungsfindung mit der Patientin berücksichtigt werden.

Häufig gestellte Fragen

Der Cochrane Review zeigt, dass GnRH-Analoga nach drei Monaten Behandlung Beckenschmerzen, Dysmenorrhoe und Dyspareunie im Vergleich zu Placebo reduzieren können. Die Evidenzqualität für diese Aussage wird jedoch als niedrig eingestuft.

Die Auswertung der Studien zeigt, dass hypoöstrogene Effekte wie Hitzewallungen und vaginale Trockenheit unter GnRH-Analoga häufiger auftreten als unter Placebo oder Danazol. Zudem kommt es zu einer Abnahme der Knochendichte.

Laut den eingeschlossenen Studien führt die Kombination von GnRH-Analoga mit einer hormonellen Add-back-Therapie oder kalziumregulierenden Mitteln zu einem geringeren Verlust der Knochendichte. Diese Begleittherapien können auch andere hypoöstrogene Symptome abmildern.

Der Review zeigt, dass orale oder injizierbare Gestagene möglicherweise eine geringfügig bessere Schmerzlinderung bieten als GnRH-Analoga. Die Datenlage ist hierzu jedoch begrenzt und von niedriger Qualität.

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Quelle: Cochrane Review: Gonadotropin-releasing hormone analogues for endometriosis (Cochrane, 2023). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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