SERMs bei Endometriose: Therapie und Schmerzverlauf
Hintergrund
Endometriose ist eine chronische, rezidivierende Erkrankung bei Frauen im reproduktiven Alter, die durch das Auftreten von Endometriumgewebe außerhalb der Gebärmutterhöhle gekennzeichnet ist. Sie stellt eine häufige Ursache für Schmerzen und Unfruchtbarkeit dar und geht oft mit unspezifischen Symptomen wie Rückenschmerzen, Dyspareunie und Dysmenorrhoe einher.
Da Endometriose eine östrogenabhängige Erkrankung ist, zielt die medikamentöse Therapie in der Regel darauf ab, die Symptome zu lindern und die Läsionen durch die Unterdrückung des normalen Menstruationszyklus zu verkleinern.
Dieser Cochrane Review evaluiert die Wirksamkeit und Sicherheit von selektiven Östrogenrezeptor-Modulatoren (SERMs) als alternative Behandlungsstrategie zur Modulation der Östrogenrezeptoren bei Endometriose.
💡Praxis-Tipp
Der Review weist darauf hin, dass der Einsatz von SERMs wie Raloxifen bei Endometriose derzeit nicht durch ausreichende Evidenz gestützt wird. Es wird hervorgehoben, dass die einzige verfügbare Studie wegen einer rascheren Schmerzrückkehr unter Verum vorzeitig abgebrochen wurde.
Häufig gestellte Fragen
Laut Cochrane Review gibt es derzeit keine Evidenz für eine Schmerzlinderung durch SERMs. Die einzige untersuchte Studie zeigte sogar eine schnellere Rückkehr der Schmerzen unter Raloxifen im Vergleich zu Placebo.
Der Review berichtet, dass die mentale Lebensqualität nach 12 Monaten in der Placebo-Gruppe signifikant besser war als in der mit Raloxifen behandelten Gruppe. Andere Aspekte der Lebensqualität unterschieden sich nicht signifikant.
Es ist laut Review unklar, ob Raloxifen die Rate an bioptisch gesicherten Rezidiven nach einer Operation senkt. Die vorliegende Evidenz ist von sehr niedriger Qualität und lässt keine verlässlichen Schlüsse zu.
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Quelle: Cochrane Review: Selective oestrogen receptor modulators (SERMs) for endometriosis (Cochrane, 2021). Originaldokument ansehen
KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.
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