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Kalzium-Supplementierung: Prävention der Präeklampsie

Diese Leitlinie stammt aus 2019 und ist möglicherweise nicht mehr aktuell. Aktualität beim Herausgeber prüfen
KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: Cochrane (2019)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Hypertensive Erkrankungen wie die Präeklampsie verkomplizieren viele Schwangerschaften und sind weltweit eine häufige Ursache für mütterliche Sterblichkeit. Ein möglicher Erklärungsansatz für die höhere Prävalenz in einkommensschwachen Ländern ist ein Mangel an Kalzium in der Ernährung.

Es ist bereits bekannt, dass eine Kalzium-Supplementierung in der zweiten Schwangerschaftshälfte die schweren Folgen einer Präeklampsie reduzieren kann. Der vorliegende Cochrane Review untersucht, ob ein früherer Beginn der Einnahme zusätzliche Vorteile bietet.

Die Hypothese besagt, dass eine Kalziumgabe vor der 20. Schwangerschaftswoche in die frühe Pathogenese der Präeklampsie eingreifen könnte. Der Review analysiert die Effekte einer frühen Supplementierung auf mütterliche und fetale Outcomes.

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Häufige Fragen dazu

💡Praxis-Tipp

Es wird darauf hingewiesen, dass die etablierten Vorteile einer Kalzium-Supplementierung in der zweiten Schwangerschaftshälfte (ab der 20. SSW) bei Frauen mit niedrigem Kalziumspiegel unbestritten sind. Ein früherer Beginn vor der 20. Schwangerschaftswoche bringt nach aktueller Datenlage jedoch keinen nachgewiesenen Zusatznutzen für die Prävention der Präeklampsie.

Häufig gestellte Fragen

Laut dem Cochrane Review gibt es keine ausreichende Evidenz, dass eine Kalziumgabe vor der 20. Schwangerschaftswoche das Risiko einer Präeklampsie signifikant senkt. Die routinemäßige frühe Gabe wird daher weder empfohlen noch widerlegt.

Der Review verweist auf die etablierte Praxis, dass eine Kalzium-Supplementierung in der zweiten Schwangerschaftshälfte (ab der 20. Woche) die schweren Folgen einer Präeklampsie reduzieren kann. Dies gilt insbesondere für Frauen mit geringer Kalziumaufnahme über die Ernährung.

In der vom Review eingeschlossenen Studie erhielten Frauen mit einem hohen Präeklampsie-Risiko 500 mg Kalzium täglich bis zur 20. Schwangerschaftswoche. Danach wurde die Dosis auf 1,5 g täglich erhöht.

Die aktuelle Datenlage zeigt keinen Unterschied beim Geburtsgewicht durch eine frühe Kalzium-Supplementierung. Es ergaben sich keine signifikanten Effekte auf die Rate von Neugeborenen unter 2500 g.

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Quelle: Cochrane Review: Calcium supplementation commencing before or early in pregnancy, for preventing hypertensive disorders of pregnancy (Cochrane, 2019). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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