Nachwehen: Schmerztherapie und Wirksamkeit von NSAR
Hintergrund
Der Cochrane Review (2020) untersucht die Wirksamkeit und Sicherheit verschiedener medikamentöser und nicht-medikamentöser Verfahren zur Linderung von Nachwehen (Rückbildungsschmerzen) nach einer unkomplizierten vaginalen Geburt.
Nach der Geburt zieht sich die Gebärmutter zusammen, um Blutverluste zu reduzieren und ihre ursprüngliche Größe wieder zu erreichen. Dieser Prozess der Involution ist oft mit krampfartigen Schmerzen verbunden, die typischerweise zwei bis drei Tage anhalten. Frauen, die bereits Kinder geboren haben (Multipara), leiden häufiger und stärker unter diesen Schmerzen.
Das Stillen stimuliert die Ausschüttung von körpereigenem Oxytocin, was die Gebärmutterkontraktionen anregt und die Schmerzintensität verstärken kann. Eine adäquate Schmerztherapie wird als wichtig erachtet, da starke Nachwehen die Mutter bei alltäglichen Aktivitäten, beim Stillen und beim Aufbau der Bindung zum Neugeborenen beeinträchtigen können.
💡Praxis-Tipp
Der Review hebt hervor, dass NSAR bei der Behandlung von Nachwehen nach vaginaler Geburt wahrscheinlich die effektivste Wahl darstellen. Sie sollten Opioiden vorgezogen werden, da Opioide eine geringere schmerzlindernde Wirkung bei gleichzeitig höherem Risiko für mütterliche Nebenwirkungen zeigen.
Häufig gestellte Fragen
Laut Cochrane Review sind NSAR (wie Ibuprofen oder Naproxen) wahrscheinlich die wirksamsten Analgetika bei Nachwehen. Sie zeigen in den Studien eine bessere Schmerzlinderung als Opioide oder Placebo.
Der Review zeigt, dass Opioide zwar wirksamer als Placebo sein können, aber mit einem höheren Risiko für Nebenwirkungen bei der Mutter einhergehen. NSAR zeigen im direkten Vergleich eine bessere Wirksamkeit und Verträglichkeit.
Die Evidenz zu Paracetamol ist laut Review von sehr niedriger Qualität, weshalb keine sicheren Aussagen zur Überlegenheit getroffen werden können. Es wird jedoch als mögliche Alternative beschrieben, falls NSAR kontraindiziert sind, oder als Ergänzungstherapie.
Der Text beschreibt, dass das Stillen die Ausschüttung von körpereigenem Oxytocin anregt. Dieses Hormon stimuliert die Gebärmutterkontraktionen, was die Schmerzintensität während und nach dem Stillen verstärken kann.
Ja, der Review hält fest, dass Frauen, die bereits ein Kind geboren haben (Multipara), in der Regel stärkere Nachwehen erleben. Dies liegt daran, dass sich die Gebärmutter bei Mehrgebärenden abwechselnd zusammenzieht und wieder entspannt.
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Quelle: Cochrane Review: Relief of pain due to uterine cramping/involution after birth (Cochrane, 2020). Originaldokument ansehen
KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.
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