Aggressives Verhalten bei geistiger Behinderung: KVT
Hintergrund
Nach außen gerichtetes aggressives Verhalten bei Menschen mit intellektueller Behinderung stellt eine erhebliche klinische Herausforderung dar. Es kann zu einer verminderten Lebensqualität, sozialer Ausgrenzung und stationären psychiatrischen Aufnahmen führen.
Zur Bewältigung dieses Verhaltens wurden verschiedene kognitive und verhaltenstherapeutische Ansätze entwickelt. Diese Zusammenfassung basiert auf dem Abstract eines aktuellen Cochrane-Reviews, der die Wirksamkeit dieser Interventionen untersucht.
💡Praxis-Tipp
Der Review weist darauf hin, dass kognitiv-verhaltenstherapeutische Ansätze zwar kurzfristig das aggressive Verhalten reduzieren können, die langfristigen Effekte jedoch oft nicht anhalten. Es wird hervorgehoben, dass die Kombination verschiedener Interventionen möglicherweise kumulative Vorteile bietet und in der Praxis als multimodaler Ansatz erwogen werden kann.
Häufig gestellte Fragen
Laut Cochrane-Review können kognitiv-verhaltenstherapeutische Ansätze wie Anti-Aggressions-Training und Positive Behaviour Support (PBS) das aggressive Verhalten kurzfristig reduzieren. Die Evidenz hierfür ist von moderater Vertrauenswürdigkeit.
Der Review zeigt, dass PBS kurzfristig wirksam ist, jedoch gibt es Evidenz von niedriger Vertrauenswürdigkeit, dass es aggressives Verhalten nach 12 Monaten wahrscheinlich nicht mehr signifikant reduziert. Die langfristige Wirksamkeit bleibt somit unsicher.
Gemäß der ausgewerteten Studien gibt es Evidenz von sehr niedriger Vertrauenswürdigkeit, dass Anti-Aggressions-Training die Lebensqualität nach der Behandlung nicht signifikant verbessert. Auch die Inanspruchnahme von Versorgungsleistungen wird dadurch nicht zwingend reduziert.
Ja, der Review beschreibt, dass Achtsamkeit (Mindfulness) und achtsamkeitsbasiertes PBS Vorfälle von physischer Aggression möglicherweise reduzieren können. Die Vertrauenswürdigkeit dieser Evidenz wird jedoch als niedrig bis sehr niedrig eingestuft.
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Quelle: Cochrane Review: Behavioural and cognitive-behavioural interventions for outwardly directed aggressive behaviour in people with intellectual disabilities (Cochrane, 2023). Originaldokument ansehen
KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.
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