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Antipsychotika bei Demenz: Wirksamkeit und Sicherheit

Diese Leitlinie stammt aus 2021 und ist möglicherweise nicht mehr aktuell. Aktualität beim Herausgeber prüfen
KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: Cochrane (2021)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Typische und atypische Antipsychotika werden in der klinischen Praxis häufig zur Behandlung von Agitation und psychotischen Symptomen bei Demenzerkrankungen eingesetzt. Die tatsächliche Wirksamkeit dieser Medikamente in dieser Indikation wird jedoch aufgrund potenzieller Risiken oft kontrovers diskutiert.

Ein systematischer Cochrane Review aus dem Jahr 2021 untersucht die Evidenz zur Wirksamkeit und Sicherheit dieser Substanzklassen. Dabei wurden Daten von über 6000 Patienten mit Alzheimer-Demenz sowie vaskulärer Demenz aus 24 randomisierten, placebokontrollierten Studien analysiert.

Die Autoren weisen darauf hin, dass die im klinischen Alltag beobachtete scheinbare Wirksamkeit teilweise auf einen günstigen natürlichen Krankheitsverlauf zurückzuführen sein könnte. Dieser spontane Rückgang der Symptomatik zeigte sich auch deutlich in den Placebo-Gruppen der untersuchten Studien.

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Häufige Fragen dazu

💡Praxis-Tipp

Laut den Autoren des Reviews beruht die im klinischen Alltag oft wahrgenommene Wirksamkeit von Antipsychotika bei Demenz zu einem großen Teil auf dem natürlichen, fluktuierenden Verlauf der Symptome. Es wird daher angeraten, bei einer geplanten Sedierung aufgrund schwerer Symptome die erheblichen Risiken offen mit den gesetzlichen Vertretern zu besprechen und alternative Ursachen für die Agitation auszuschließen.

Häufig gestellte Fragen

Der Cochrane Review zeigt, dass atypische Antipsychotika wie Risperidon oder Quetiapin einen vernachlässigbaren Effekt auf psychotische Symptome bei Demenz haben. Sie reduzieren jedoch leicht die Agitation.

Beide Substanzklassen erhöhen signifikant das Risiko für Somnolenz und extrapyramidalmotorische Symptome. Zudem wird insbesondere bei atypischen Antipsychotika ein erhöhtes Risiko für schwere unerwünschte Ereignisse und eine erhöhte Mortalität beschrieben.

Laut der Meta-Analyse ist es aufgrund der sehr niedrigen Evidenzqualität unsicher, ob typische Antipsychotika wie Haloperidol die Agitation im Vergleich zu Placebo verbessern. Bei psychotischen Symptomen ist eine leichte Besserung möglich.

Die Autoren der Analyse erklären die scheinbare Wirksamkeit im klinischen Alltag häufig mit einem günstigen natürlichen Verlauf der Symptome. Dieser Effekt konnte auch in den Placebo-Gruppen der untersuchten Studien beobachtet werden.

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Quelle: Cochrane Review: Antipsychotics for agitation and psychosis in people with Alzheimer's disease and vascular dementia (Cochrane, 2021). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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