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Delir bei Palliativpatienten: Medikamentöse Therapie

Diese Leitlinie stammt aus 2020 und ist möglicherweise nicht mehr aktuell. Aktualität beim Herausgeber prüfen
KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: Cochrane (2020)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Ein Delirium tritt bei unheilbar kranken Erwachsenen in der Palliativversorgung häufig auf. Es äußert sich durch akute Aufmerksamkeits- und Bewusstseinsstörungen, Halluzinationen und Unruhe.

Oft ist die Ursache multifaktoriell und eine kausale Behandlung in der terminalen Lebensphase nicht mehr möglich. In diesen Fällen wird häufig eine medikamentöse Symptomkontrolle angestrebt.

Der vorliegende Cochrane Review (2020) untersucht die Wirksamkeit und Sicherheit von medikamentösen Therapien im Vergleich zu Placebo oder anderen Medikamenten. Die Evidenzlage basiert auf vier randomisiert-kontrollierten Studien mit insgesamt 399 Teilnehmern.

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Häufige Fragen dazu

💡Praxis-Tipp

Ein zentrales Ergebnis des Reviews ist, dass Antipsychotika wie Haloperidol oder Risperidon bei unheilbar kranken Menschen mit leichtem bis mittelschwerem Delir die Symptome nicht zwingend verbessern, sondern sogar leicht verschlechtern können. Es wird hervorgehoben, dass der Fokus primär auf der Identifikation reversibler Ursachen und nicht-medikamentösen Maßnahmen liegen sollte, bevor eine pharmakologische Intervention erfolgt.

Häufig gestellte Fragen

Der Review stellt fest, dass es keine ausreichende Evidenz gibt, um eine spezifische medikamentöse Therapie zu empfehlen oder abzulehnen. Bei leichtem bis mittelschwerem Delir zeigten Haloperidol und Risperidon in den untersuchten Studien keine Überlegenheit gegenüber Placebo.

Laut den analysierten Daten kann Haloperidol die Unruhe bei leichtem bis mittelschwerem Delir im Zeitraum von 24 bis 48 Stunden leicht reduzieren. Gleichzeitig wird jedoch ein erhöhtes Risiko für extrapyramidale Nebenwirkungen beschrieben.

Die Monotherapie mit Lorazepam führte in einer kleinen Studie zu starken Nebenwirkungen wie Über-Sedierung und verstärkter Verwirrtheit. Als Zusatz zu Haloperidol bei schwerem, agitiertem Delir gibt es sehr schwache Evidenz für eine mögliche Reduktion der Unruhe.

Der Review identifiziert extrapyramidale Symptome als signifikantes Risiko bei der Gabe von Haloperidol und Risperidon. Dazu gehören unter anderem Hypokinesie, Akinesie und Parkinsonismus.

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Quelle: Cochrane Review: Drug therapy for delirium in terminally ill adults (Cochrane, 2020). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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