CochraneIa2020Psychiatrie

Psychische Störungen bei Geflüchteten: Therapie-Evidenz

Diese Leitlinie stammt aus 2020 und ist möglicherweise nicht mehr aktuell. Aktualität beim Herausgeber prüfen
KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: Cochrane (2020)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Migranten, die gezwungen sind, ihre Heimat zu verlassen (wie Flüchtlinge, Asylsuchende und Binnenvertriebene), sind häufig erheblichen Stressoren ausgesetzt. Diese Belastungen können laut dem vorliegenden Cochrane Review zu schwerwiegenden psychischen Problemen führen.

Die Wirksamkeit von Interventionen zur Förderung der psychischen Gesundheit sowie zur Prävention und Behandlung psychischer Erkrankungen kann in dieser spezifischen Population von der Allgemeinbevölkerung abweichen.

Diese Zusammenfassung basiert auf dem Abstract eines systematischen Cochrane Reviews. Ziel der Übersichtsarbeit war es, die methodische Qualität und die Charakteristika bestehender systematischer Übersichtsarbeiten zu diesem Thema zu kartieren, um zukünftige Forschungen zu priorisieren.

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Häufige Fragen dazu

💡Praxis-Tipp

Der Cochrane Review verdeutlicht, dass die aktuelle Evidenzlage zu psychischen Interventionen bei Geflüchteten stark auf die Behandlung von Traumata und PTBS fokussiert ist. Es wird darauf hingewiesen, dass in der klinischen Praxis auch auf das Vorliegen von Depressionen und Angststörungen geachtet werden sollte, da diese in der Forschungsliteratur bislang unterrepräsentiert sind.

Häufig gestellte Fragen

Laut dem Cochrane Review sind die allgemeine kognitive Verhaltenstherapie (CBT) und die Narrative Expositionstherapie (NET) die am häufigsten in Studien untersuchten Interventionen. Zudem werden verschiedene integrative und interpersonelle Therapien häufig evaluiert.

Der Review stellt fest, dass es eine erhebliche Evidenzlücke im Bereich der Prävention und Gesundheitsförderung gibt. Die meisten bestehenden Übersichtsarbeiten konzentrieren sich auf die Behandlung bereits bestehender psychischer Erkrankungen.

Die Literatur konzentriert sich laut der Übersichtsarbeit stark auf posttraumatische Belastungsstörungen (PTBS) und traumabedingte Symptome. Andere häufige Erkrankungen wie Depressionen und Angststörungen finden in der Forschung deutlich weniger Beachtung.

Der Review zeigt auf, dass Binnenvertriebene in den Einschlusskriterien der meisten Übersichtsarbeiten nicht explizit erwähnt werden. Dies wird als kritische Lücke beschrieben, da diese Gruppe die Mehrheit der unfreiwilligen Migranten weltweit ausmacht.

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Quelle: Cochrane Review: An overview of systematic reviews on mental health promotion, prevention, and treatment of common mental disorders for refugees, asylum seekers, and internally displaced persons (Cochrane, 2020). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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