Aldosteronantagonisten bei CKD: Progressionshemmung

Diese Leitlinie stammt aus 2020 und ist möglicherweise nicht mehr aktuell. Aktualität beim Herausgeber prüfen
KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: Cochrane (2020)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Angiotensin-Converting-Enzyme-Hemmer (ACEi) und Angiotensin-Rezeptor-Blocker (ARB) sind Standardtherapien, um die Progression der chronischen Nierenerkrankung (CKD) zu verlangsamen und die Proteinurie zu senken. Oftmals ist die Reduktion der Proteinurie durch diese Medikamente jedoch unvollständig.

Der vorliegende Cochrane Review untersucht, ob die zusätzliche Gabe von Aldosteronantagonisten zu einer bestehenden ACEi- oder ARB-Therapie das Fortschreiten der Nierenerkrankung weiter aufhalten kann. Zu den untersuchten Substanzen gehören selektive (Eplerenon), nicht-selektive (Spironolacton) und nicht-steroidale (Finerenon) Mineralokortikoid-Rezeptor-Antagonisten.

Dabei bewertet die Meta-Analyse patientenzentrierte Endpunkte wie Nierenversagen, kardiovaskuläre Ereignisse und Mortalität sowie Surrogatparameter wie Proteinurie und Blutdruck. Zudem wird das Risiko für unerwünschte Ereignisse wie Hyperkaliämie und akute Nierenschädigung analysiert.

Vollständige Empfehlungen in der Originalleitlinie lesen
ClariMed durchsucht 14.000+ weitere Leitlinien
Häufige Fragen dazu

💡Praxis-Tipp

Der Review betont, dass der klinische Nutzen einer zusätzlichen Proteinurie-Senkung durch Aldosteronantagonisten in Bezug auf harte Endpunkte wie Nierenversagen unklar ist. Gleichzeitig ist das Risiko für eine Hyperkaliämie und akute Nierenschädigung signifikant erhöht. Es wird hervorgehoben, dass eine sorgfältige Abwägung zwischen den unsicheren Langzeitvorteilen und den klaren Risiken stattfinden muss.

Häufig gestellte Fragen

Laut Cochrane Review ist der Effekt von Aldosteronantagonisten auf das Fortschreiten zu einem terminalen Nierenversagen ungewiss. Die aktuellen Studien sind nicht ausreichend gepowert, um diesen patientenzentrierten Endpunkt sicher zu bewerten.

Die Auswertung zeigt, dass die Zugabe von Aldosteronantagonisten wie Spironolacton zu ACE-Hemmern oder ARBs die Proteinurie weiter reduzieren kann. Dies gilt als Surrogatparameter, dessen Auswirkung auf das langfristige Überleben jedoch unklar bleibt.

Der Review warnt vor einem signifikant erhöhten Risiko für Hyperkaliämien und akute Nierenschädigungen. Bei der Verwendung von Spironolacton tritt zudem häufiger eine Gynäkomastie auf.

Es gibt laut Review derzeit keine ausreichende Evidenz dafür, dass die zusätzliche Gabe von Aldosteronantagonisten schwere kardiovaskuläre Ereignisse oder die Gesamtmortalität bei Personen mit proteinurischer CKD senkt.

War diese Zusammenfassung hilfreich?

Quelle: Cochrane Review: Aldosterone antagonists in addition to renin angiotensin system antagonists for preventing the progression of chronic kidney disease (Cochrane, 2020). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

Verwandte Leitlinien

Über Google hier gelandet?

ClariMed durchsucht alle medizinischen Leitlinien

AWMF, NVL, NICE, WHO, ESC, KDIGO - Quellenzitiert, kostenlos. Speichern Sie Ihren Verlauf auf allen Geräten mit einem kostenlosen Konto.

Kostenloses Konto erstellen
Keine Kreditkarte. DSGVO-konform. In Deutschland gehostet.