Chronischer Schmerz: Diagnostik, Therapie und Dosierung

KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: AWMF|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Die DEGAM S1-Handlungsempfehlung befasst sich mit der hausärztlichen Versorgung von Patienten mit chronischem nicht tumorbedingtem Schmerz (CNTS). Als chronisch wird ein Schmerz definiert, der länger als drei Monate andauert oder wiederkehrend auftritt.

Laut Leitlinie liegt die Prävalenz im hausärztlichen Kontext bei etwa 20 Prozent. Es wird betont, dass das individuelle Schmerzerleben immer subjektiv ist und ernst genommen werden muss, auch wenn keine eindeutige organische Ursache gefunden wird.

Die Pathogenese chronischer Schmerzen wird durch ein komplexes Zusammenspiel organischer, psychischer und kontextualer Faktoren erklärt. Die Leitlinie hebt das biopsychosoziale Krankheitsmodell als Grundlage für das Verständnis und die Therapie hervor.

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💡Praxis-Tipp

Die Leitlinie warnt davor, eine medikamentöse Schmerztherapie als Dauerlösung ohne zeitliche Begrenzung anzulegen. Es wird empfohlen, bereits bei der Erstverordnung einen Zeitrahmen für einen späteren Auslassversuch zu definieren. Bei einer Opioidtherapie sollte laut Leitlinie bei fehlendem Ansprechen nach drei Monaten und bei gutem Ansprechen nach spätestens sechs Monaten ein Reduktionsversuch unternommen werden.

Häufig gestellte Fragen

Die Leitlinie definiert Schmerzen als chronisch, wenn sie länger als drei Monate andauern oder wiederkehrend auftreten. Ab diesem Zeitpunkt sollte die Diagnose 'chronischer Schmerz' gestellt und kodiert werden.

Laut Leitlinie bildet körperliche Aktivität die Basis einer evidenzbasierten Therapie. Es wird empfohlen, Bewegungsarten zu wählen, die den Patienten Freude bereiten und dauerhaft in den Alltag integriert werden können.

Die Leitlinie weist darauf hin, dass Ibuprofen die antithrombotische Wirkung von Low-Dose-ASS aufheben kann. Es wird empfohlen, ASS eine halbe Stunde vor oder acht Stunden nach der Einnahme von Ibuprofen anzuwenden.

Es wird empfohlen, bei einer Opioidtherapie immer eine Obstipationsprophylaxe auf dem Rezept mitzuverordnen. In den ersten drei Wochen der Therapie sollte laut Leitlinie zudem ein Antiemetikum wie Metoclopramid gegeben werden.

Die Leitlinie empfiehlt, in der Einstellungsphase eine Dosis von 120 mg orales Morphinäquivalent pro Tag nicht zu überschreiten. Die optimale Dosis ist erreicht, wenn das Therapieziel bei geringen unerwünschten Wirkungen erfüllt ist.

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KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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