CAR-T-Zellen: Management von CRS, ICANS und ICAHT

KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: Onkopedia|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Die Onkopedia-Leitlinie befasst sich mit dem Management von Nebenwirkungen nach einer CAR-T-Zell-Therapie. Da diese gentechnisch modifizierten T-Zellen schwere immunvermittelte Reaktionen auslösen können, ist die Behandlung Zentren mit umfassender Erfahrung und direktem Zugang zu Intensivstationen vorbehalten.

Zu den häufigsten Akuttoxizitäten zählen das Zytokinfreisetzungssyndrom (CRS) und das Immuneffektorzell-assoziierte Neurotoxizitätssyndrom (ICANS). Darüber hinaus können langfristige Zytopenien (ICAHT), eine B-Zell-Aplasie mit erhöhtem Infektionsrisiko sowie seltenere Spättoxizitäten wie Sekundärmalignome auftreten.

Als wesentliche patientenassoziierte Risikofaktoren für schwere Nebenwirkungen nennt die Leitlinie einen eingeschränkten Allgemeinzustand, Komorbiditäten und eine hohe Tumorlast. Zur Risikoabschätzung können spezifische Scoring-Systeme wie der CAR-HEMATOTOX-Score herangezogen werden.

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💡Praxis-Tipp

Die Leitlinie warnt davor, dass nach der Gabe von Antipyretika das Fieber als Leitsymptom für ein Zytokinfreisetzungssyndrom (CRS) maskiert sein kann. In diesen Fällen wird empfohlen, primär auf Hypotonie und Hypoxie als Indikatoren für die Schweregradeinteilung zu achten. Zudem wird betont, dass ein Hirnödem als seltene ICANS-Komplikation rapide verlaufen und innerhalb von 24 Stunden zum Tod führen kann.

Häufig gestellte Fragen

Die Leitlinie empfiehlt die Einteilung nach dem ASTCT-Konsensus-Grading. Dieses basiert primär auf den Parametern Fieber, Hypotonie und Hypoxie.

Laut Leitlinie wird Tocilizumab ab einem CRS Grad 2 empfohlen. Es wird in einer Dosierung von 8 mg/kg Körpergewicht verabreicht und kann bei persistierender Symptomatik wiederholt werden.

Zur Diagnose und Verlaufskontrolle wird die regelmäßige Erhebung des ICE-Scores empfohlen. Bei neu aufgetretenen neurologischen Symptomen müssen zudem andere Ursachen wie Blutungen oder Infektionen ausgeschlossen werden.

Es wird eine antivirale Prophylaxe (z.B. Aciclovir) sowie eine PJP-Prophylaxe (z.B. Cotrimoxazol) für mindestens 6 Monate empfohlen. Bei hohem Risiko für langanhaltende Neutropenie kann zudem eine antibakterielle und antimykotische Prophylaxe erwogen werden.

Die Leitlinie empfiehlt Totimpfstoffe (wie COVID-19, Influenza, Pneumokokken) ab 3 bis 6 Monaten nach der Therapie. Lebendimpfstoffe sind hingegen für mindestens 12 Monate und bis zur vollständigen Immunrekonstitution kontraindiziert.

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KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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