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FeNO-Messung bei Asthma: ATS-Leitlinie 2021

KI-generierte Zusammenfassung · Basiert auf American Thoracic Society Leitlinie · Erstellt: April 2026 · Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

📋Auf einen Blick

  • Die ATS spricht eine bedingte Empfehlung für die FeNO-Messung zusätzlich zur Standardversorgung bei Asthma-Patienten aus.
  • Der Einsatz von FeNO reduziert signifikant die Häufigkeit von Asthma-Exazerbationen und den Bedarf an oralen Kortikosteroiden.
  • FeNO dient als nicht-invasiver Biomarker für die Typ-2-Atemwegsentzündung und korreliert mit der Eosinophilie.
  • Die Leitlinie definiert keine neuen starren Cut-off-Werte, sondern empfiehlt die Interpretation im Kontext der klinischen Vortestwahrscheinlichkeit.
  • Bei Rauchern und Patienten mit Adipositas-assoziiertem Asthma können die FeNO-Werte tendenziell niedriger ausfallen.
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Hintergrund

Asthma ist eine heterogene Erkrankung, die durch variable Atemwegsobstruktion und bronchiale Hyperreagibilität gekennzeichnet ist. Die Bestimmung des fraktionierten exhalierten Stickstoffmonoxids (FeNO) bietet eine standardisierte, nicht-invasive Methode zur Beurteilung der Typ-2-Atemwegsentzündung. FeNO korreliert gut mit der eosinophilen Entzündung in den Atemwegen (z.B. im induzierten Sputum) und im peripheren Blut. Die American Thoracic Society (ATS) hat 2021 eine Leitlinie zur Frage veröffentlicht, ob die FeNO-Messung zur Therapiesteuerung bei Asthma eingesetzt werden sollte.

Zielgruppe

Die Leitlinie richtet sich an behandelnde Ärzte (Pneumologen, Allergologen, Hausärzte, Pädiater), die Erwachsene und Kinder ab 4 Jahren mit Asthma im ambulanten Bereich betreuen. Sie ist ausdrücklich nicht für die Evaluation und das Management des akuten Asthmaanfalls vorgesehen.

Zentrale Empfehlung

Die ATS spricht eine bedingte Empfehlung für die FeNO-gestützte Versorgung aus:

  • Bei Patienten, bei denen eine Asthma-Therapie erwogen oder angepasst wird, sollte die FeNO-Messung zusätzlich zur üblichen Standardversorgung eingesetzt werden.
  • Die Evidenzqualität für diese Empfehlung wird als niedrig eingestuft, der klinische Nutzen überwiegt jedoch die minimalen potenziellen Risiken.

Klinische Endpunkte und Nutzen

Die Auswertung der randomisiert-kontrollierten Studien zeigte, dass die FeNO-gestützte Therapiesteuerung signifikante Vorteile bei kritischen Endpunkten bietet, während andere Parameter unbeeinflusst blieben:

Klinischer EndpunktEffekt der FeNO-MessungEvidenzgrad
Asthma-ExazerbationenSignifikante Reduktion der Häufigkeit und PatientenanzahlModerat
Orale Kortikosteroide (OCS)Signifikante Reduktion des OCS-EinsatzesModerat
Asthmakontrolle (ACT/ACQ-7)Kein signifikanter Unterschied, aber positiver TrendNiedrig
Notaufnahme/KrankenhausKeine signifikante Reduktion nachweisbarNiedrig
LebensqualitätKein signifikanter UnterschiedNiedrig

Interpretation der FeNO-Werte

Die aktuelle Leitlinie definiert keine neuen, starren Cut-off-Werte für Therapieentscheidungen, sondern verweist auf die etablierten Referenzwerte der vorherigen ATS-Leitlinie. Die Interpretation muss immer im Kontext der klinischen Vortestwahrscheinlichkeit erfolgen.

AltersgruppeNiedriger FeNO-Wert (Wenig T2-Entzündung)Hoher FeNO-Wert (T2-Entzündung wahrscheinlich)Graubereich (Indeterminiert)
Erwachsene< 25 ppb> 50 ppb25 - 50 ppb
Kinder< 20 ppb> 35 ppb20 - 35 ppb

Besondere Patientengruppen und Einschränkungen

Bei der Interpretation der FeNO-Werte müssen patientenindividuelle Faktoren berücksichtigt werden, die den Wert beeinflussen können:

  • Raucher: Weisen tendenziell niedrigere FeNO-Werte auf, was den diagnostischen Nutzen einschränken kann.
  • Adipositas: Bei Adipositas-assoziiertem Asthma können die Werte ebenfalls niedriger ausfallen.
  • Biologika-Therapie: Therapien, die IL-13/IL-4 oder IL-5 blockieren, führen zu einer messbaren Reduktion der FeNO-Werte.

💡Praxis-Tipp

Nutzen Sie FeNO nicht als alleinigen Parameter zur Therapieentscheidung, sondern kombinieren Sie den Wert immer mit der klinischen Vortestwahrscheinlichkeit und validierten Fragebögen (z.B. ACT). Beachten Sie, dass Raucher und adipöse Patienten falsch-niedrige FeNO-Werte aufweisen können.

Häufig gestellte Fragen

Die Leitlinie empfiehlt den Einsatz der FeNO-Messung bei Erwachsenen und Kindern ab einem Alter von 4 Jahren.
Die Häufigkeit von Asthma-Exazerbationen und der Einsatz von oralen Kortikosteroiden werden durch eine FeNO-gestützte Therapiesteuerung signifikant reduziert.
Basierend auf den ATS-Referenzwerten gelten Werte < 25 ppb als niedrig und Werte > 50 ppb als hoch (Hinweis auf eine Typ-2-Entzündung).
Zigarettenkonsum führt tendenziell zu niedrigeren FeNO-Werten, was die Sensitivität des Tests bei Rauchern einschränken kann.
Nein, die ATS empfiehlt die FeNO-Messung ausdrücklich als Ergänzung zur üblichen Standardversorgung und nicht als Ersatz für etablierte Diagnose- und Monitoringverfahren.

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