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Schweres Asthma bei Kindern: Cochrane Review

Diese Leitlinie stammt aus 2020 und ist möglicherweise nicht mehr aktuell. Aktualität beim Herausgeber prüfen
KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: Cochrane (2020)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Asthma ist ein häufiger Vorstellungsgrund von Kindern in der Notaufnahme. Die Erstlinientherapie besteht standardmäßig aus Sauerstoff, inhalativen kurzwirksamen Beta-2-Agonisten (SABA) und systemischen Kortikosteroiden.

Ein kleiner Teil der Kinder spricht nicht ausreichend auf diese initiale Behandlung an und benötigt eine Eskalationstherapie. Für diese Zweitlinientherapie existieren zahlreiche Optionen, wobei die klinische Praxis stark variiert.

Dieser Cochrane Review fasst die Evidenz aus 13 systematischen Übersichtsarbeiten zusammen. Ziel ist es, die Wirksamkeit und Sicherheit verschiedener Eskalationstherapien bei akuten Asthma-Exazerbationen im Kindesalter zu bewerten.

Empfehlungen

Der Cochrane Review liefert aufgrund fehlender direkter Vergleichsstudien keine festen Praxisempfehlungen, fasst jedoch die aktuelle Evidenzlage zusammen.

Übersicht der Interventionseffekte

Die Übersichtsarbeit bewertet die Effekte verschiedener Zweitlinientherapien wie folgt:

InterventionKlinischer EffektEvidenzqualität
Intravenöses MagnesiumsulfatVerkürzung der AufenthaltsdauerHoch
Intravenöses MagnesiumsulfatReduktion der stationären AufnahmenHoch
SABA + AnticholinergikaReduktion der stationären AufnahmenModerat
Inhalatives HelioxReduktion der stationären AufnahmenNiedrig
Inhalatives MagnesiumsulfatReduktion schwerer unerwünschter EreignisseModerat
AminophyllinErhöhtes Risiko für Erbrechen (vs. Placebo)Moderat

Intravenöses Magnesiumsulfat

Laut Übersichtsarbeit zeigt intravenöses Magnesiumsulfat die stärkste Evidenz unter den medikamentösen Optionen. Es ist die einzige Intervention, die die Dauer des Krankenhausaufenthalts nachweislich verkürzt (hohe Evidenzqualität).

Zudem wird das Risiko einer stationären Aufnahme durch die intravenöse Gabe signifikant reduziert (hohe Evidenzqualität).

Inhalative Zusatztherapien

Die Kombination verschiedener Inhalativa zeigt laut Review unterschiedliche Effekte auf den klinischen Verlauf:

  • Die Zugabe von Anticholinergika zu inhalativen Beta-2-Agonisten (SABA) senkt das Risiko einer Krankenhauseinweisung (moderate Evidenzqualität).

  • Inhalatives Heliox kann das Risiko einer stationären Aufnahme ebenfalls reduzieren (niedrige Evidenzqualität).

  • Die Ergänzung der Standard-Bronchodilatatoren durch inhalatives Magnesiumsulfat scheint schwerwiegende unerwünschte Ereignisse zu verringern (moderate Evidenzqualität).

Nebenwirkungen und Intensivpflichtigkeit

Bezüglich unerwünschter Wirkungen und der Vermeidung von Intensivaufnahmen hält die Arbeit folgende Erkenntnisse fest:

  • Aminophyllin erhöht das Risiko für Erbrechen im Vergleich zu Placebo und im Vergleich zu intravenösen Beta-2-Agonisten.

  • Die Zugabe von Anticholinergika zu SABA reduziert das Risiko für Übelkeit und Tremor.

  • Keine der untersuchten Interventionen konnte das Risiko einer Überweisung auf die Intensivstation nachweislich senken (niedrige bis sehr niedrige Evidenzqualität).

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💡Praxis-Tipp

Laut Cochrane Review stellt intravenöses Magnesiumsulfat die einzige Intervention mit hoher Evidenzqualität dar, um die Aufenthaltsdauer im Krankenhaus bei Kindern mit schwerem Asthma zu verkürzen. Gleichzeitig wird darauf hingewiesen, dass Aminophyllin mit einer erhöhten Rate an Übelkeit und Erbrechen assoziiert ist und der Einsatz daher kritisch abgewogen werden sollte.

Häufig gestellte Fragen

Laut Cochrane Review ist intravenöses Magnesiumsulfat die einzige Intervention, die die Dauer des Krankenhausaufenthalts nachweislich verkürzt. Dies wird durch eine hohe Evidenzqualität gestützt.

Die Übersichtsarbeit zeigt, dass keine der untersuchten Interventionen das Risiko einer Überweisung auf die Intensivstation signifikant senkt. Die Evidenz hierfür wird als niedrig bis sehr niedrig eingestuft.

Die Zugabe von Anticholinergika zu inhalativen Beta-2-Agonisten reduziert laut Review das Risiko einer stationären Aufnahme. Zudem sinkt das Risiko für Nebenwirkungen wie Übelkeit und Tremor.

Der Review weist darauf hin, dass Aminophyllin im Vergleich zu Placebo oder intravenösen Beta-2-Agonisten vermehrt zu Übelkeit und Erbrechen führt. Die Evidenzqualität für diese Nebenwirkungen ist moderat bis niedrig.

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Quelle: Cochrane Review: Interventions for escalation of therapy for acute exacerbations of asthma in children: an overview of Cochrane Reviews (Cochrane, 2020). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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