Asthma bronchiale: Diagnostik und Therapie-Empfehlungen
Hintergrund
Die britische SIGN-Leitlinie 158 (Update 2024) liefert umfassende Empfehlungen für das Management von Asthma bei Erwachsenen, Jugendlichen und Kindern. Sie zielt darauf ab, die Symptomkontrolle zu verbessern und das Risiko zukünftiger Asthmaanfälle zu minimieren.
Ein besonderer Fokus liegt auf der strukturierten klinischen Bewertung, der Förderung des Selbstmanagements sowie der präzisen Behandlung akuter Exazerbationen. Zudem werden spezifische Patientengruppen wie Schwangere und Personen mit berufsbedingtem Asthma berücksichtigt.
Die Leitlinie betont die Wichtigkeit einer objektiven Diagnosesicherung und einer regelmäßigen Überwachung. Eine unzureichende Adhärenz wird als häufiger Faktor für schwer kontrollierbares Asthma identifiziert.
💡Praxis-Tipp
Die Leitlinie betont, dass bei schwer kontrollierbarem Asthma vor einer Therapieeskalation stets die Adhärenz überprüft werden sollte. Es wird darauf hingewiesen, dass eine mangelnde Therapietreue oder eine fehlerhafte Inhalationstechnik häufige Ursachen für persistierende Symptome sind. Eine systematische Evaluation dieser Faktoren kann unnötige und potenziell nebenwirkungsreiche Dosissteigerungen vermeiden.
Häufig gestellte Fragen
Laut Leitlinie wird bei einem akuten Asthmaanfall eine Sauerstoffsättigung (SpO2) von 94 bis 98 % angestrebt. Es wird empfohlen, die Sauerstoffgabe entsprechend zu titrieren, um eine Überoxygenierung zu vermeiden.
Die Leitlinie rät von einer routinemäßigen Antibiotikagabe bei akutem Asthma ab. Infektgetriebene Exazerbationen sind meist viraler Natur, weshalb Antibiotika nur bei objektiven Hinweisen auf eine bakterielle Infektion eingesetzt werden sollten.
Es wird empfohlen, Prednisolon in einer Dosierung von 40 bis 50 mg täglich für mindestens fünf Tage oder bis zur klinischen Erholung fortzuführen. Ein anschließendes Ausschleichen der Dosis ist in der Regel nicht erforderlich, sofern die inhalative Erhaltungstherapie fortgesetzt wird.
Ja, die Leitlinie empfiehlt, akutes Asthma in der Schwangerschaft genauso zu behandeln wie bei Nicht-Schwangeren. Dies schließt die frühzeitige Gabe von systemischen Steroiden ausdrücklich mit ein, da ein unkontrollierter Anfall ein größeres Risiko für den Fötus darstellt als die Medikation.
Atemübungsprogramme können laut Leitlinie bei Erwachsenen als ergänzende Maßnahme zur medikamentösen Therapie angeboten werden. Sie haben sich als wirksam erwiesen, um die Lebensqualität zu verbessern und Asthmasymptome zu reduzieren.
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Quelle: SIGN 158: British Guideline on the Management of Asthma (2024 Update) (SIGN, 2024). Originaldokument ansehen
KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.
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