Asthma bronchiale: Diagnostik, Stufenschema, Therapie

KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: AWMF|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Die AWMF-Leitlinie zur fachärztlichen Diagnostik und Therapie von Asthma beschreibt Asthma als eine heterogene, chronisch-entzündliche Erkrankung der Atemwege. Sie ist meist durch eine bronchiale Hyperreagibilität und eine variable Atemwegsobstruktion gekennzeichnet.

Es wird zwischen verschiedenen Phänotypen unterschieden, insbesondere anhand des Alters bei Erstmanifestation (Early-onset versus Adult-onset) und der Ausprägung der Typ-2-Inflammation. Die Einteilung in Typ-2-High- und Typ-2-Low-Asthma gewinnt zunehmend an Bedeutung für die Therapieplanung.

Das übergeordnete Ziel der Asthmatherapie hat sich gewandelt. Laut Leitlinie steht nicht mehr die reine Symptombekämpfung im Vordergrund, sondern die Symptomprävention mit dem langfristigen Ziel einer Asthma-Remission.

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Häufige Fragen dazu

💡Praxis-Tipp

Ein häufiger Fehler im klinischen Alltag ist die unzureichende Überprüfung der Inhalationstechnik bei mangelnder Asthmakontrolle. Die Leitlinie betont, dass vor jeder Therapieeskalation zwingend die Adhärenz, die korrekte Handhabung des Inhalators sowie das Vorliegen von Komorbiditäten oder fortgesetzter Allergenexposition überprüft werden sollen. Zudem wird davor gewarnt, eine alleinige Bedarfstherapie mit kurzwirksamen Beta-2-Sympathomimetika (SABA) ohne antiinflammatorische Basistherapie durchzuführen, da dies mit einer erhöhten Mortalität assoziiert ist.

Häufig gestellte Fragen

Die Leitlinie gibt an, dass ein FeNO-Wert von ≥ 50 ppb bei Erwachsenen ein relativ sicheres diagnostisches Kriterium für ein Asthma darstellt. Bei Kindern wird ein unterer Grenzwert von < 25 ppb empfohlen, wobei erhöhte Werte auf eine Typ-2-Inflammation hinweisen.

Laut Leitlinie gilt ein Reversibilitätstest nach Inhalation eines kurzwirksamen Beta-2-Sympathomimetikums (SABA) als positiv, wenn das FEV1 um mindestens 12 % des Ausgangswertes ansteigt. Dies sichert in Zusammenschau mit typischen Symptomen die Diagnose.

Die Leitlinie listet verschiedene zugelassene Biologika auf, darunter Anti-IgE (Omalizumab), Anti-IL-5 bzw. Anti-IL-5-Rezeptor (Mepolizumab, Reslizumab, Benralizumab), Anti-IL-4/13 (Dupilumab) und Anti-TSLP (Tezepelumab). Die Auswahl richtet sich nach dem spezifischen Phänotyp und den Biomarkern des Patienten.

Es wird ausdrücklich empfohlen, eine effektive Langzeittherapie mit inhalativen Corticosteroiden (ICS) während der Schwangerschaft in gewohnter Weise fortzuführen. Die Leitlinie warnt davor, dass ein unkontrolliertes Asthma für das ungeborene Kind weitaus gefährlicher ist als die potenziellen Nebenwirkungen der Asthmamedikation.

Bei einem schweren Asthmaanfall wird die sofortige Gabe von Sauerstoff, inhalativen kurzwirksamen Beta-2-Sympathomimetika (SABA) und systemischen Glucocorticosteroiden empfohlen. Bei unzureichender Wirkung sollte laut Leitlinie zusätzlich Ipratropiumbromid vernebelt und gegebenenfalls Magnesiumsulfat intravenös verabreicht werden.

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Quelle: Fachärztliche Diagnostik und Therapie von Asthma (AWMF). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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