Arzneimittelinteraktionen (ATC M): NSAR & Relaxanzien

KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: DDInter (2024)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Die DDInter 2.0 Datenbank erfasst und klassifiziert Arzneimittelinteraktionen. Der vorliegende Auszug fokussiert sich auf Wirkstoffe des muskuloskelettalen Systems (ATC-Code M).

Dazu gehören unter anderem nichtsteroidale Antirheumatika (NSAR), Muskelrelaxanzien und Gichtmittel. Die Interaktionen werden nach ihrem Schweregrad in drei Kategorien eingeteilt.

Diese Zusammenfassung basiert auf dem Datenextrakt der DDInter-Datenbank. Sie bietet einen Überblick über die häufigsten und schwerwiegendsten Interaktionsmuster dieser Wirkstoffgruppen.

Empfehlungen

Die DDInter 2.0 Datenbank listet zahlreiche Interaktionen für Wirkstoffe des muskuloskelettalen Systems auf. Die Klassifikation erfolgt nach klinischer Relevanz.

Klassifikation der Interaktionen

Laut Datenbank werden die Wechselwirkungen in folgende Schweregrade unterteilt:

SchweregradKlinische RelevanzBeispiele aus der Datenbank
MajorSchwerwiegende InteraktionKetorolac + Apixaban
ModerateMittelschwere InteraktionIbuprofen + Alendronsäure
MinorLeichte InteraktionIbuprofen + Famotidin

Muskelrelaxanzien

Für zentral wirksame Muskelrelaxanzien wie Chlorzoxazon, Cyclobenzaprin und Tizanidin beschreibt die Quelle schwerwiegende (Major) Interaktionen mit zentral dämpfenden Substanzen.

Dazu zählen laut Datenbank insbesondere:

  • Opioide (z. B. Fentanyl, Morphin, Oxycodon)

  • Andere zentral wirksame Substanzen (z. B. Fluvoxamin bei Tizanidin)

  • Bestimmte Antidepressiva und Sedativa

Nichtsteroidale Antirheumatika (NSAR)

Für NSAR wie Ibuprofen, Diclofenac, Naproxen und Ketorolac listet die Datenbank eine Vielzahl von Major-Interaktionen auf. Diese betreffen vor allem die Blutgerinnung.

Schwere Wechselwirkungen werden unter anderem beschrieben mit:

  • Direkten oralen Antikoagulanzien (DOAKs wie Apixaban, Edoxaban, Rivaroxaban)

  • Heparinen (z. B. Enoxaparin, Dalteparin)

  • Thrombozytenaggregationshemmern (z. B. Prasugrel)

Gichtmittel

Für Urikosurika wie Sulfinpyrazon und Probenecid sowie für Colchicin werden ebenfalls spezifische Interaktionsprofile aufgeführt.

Laut Datenbank bestehen bei Colchicin Major-Interaktionen vor allem mit bestimmten Inhibitoren (z. B. Atazanavir, Clarithromycin, Ketoconazol).

Kontraindikationen

Die Datenbank weist auf schwerwiegende (Major) Interaktionen hin, die in der Praxis besondere Aufmerksamkeit erfordern:

  • NSAR (z. B. Ketorolac, Ibuprofen): Schwere Interaktionen mit Antikoagulanzien (z. B. Apixaban, Warfarin) und Thrombozytenaggregationshemmern.

  • Muskelrelaxanzien (z. B. Tizanidin, Cyclobenzaprin): Schwere Interaktionen mit starken Opioiden (z. B. Fentanyl, Morphin) aufgrund der additiven zentral dämpfenden Wirkung.

  • Colchicin: Schwere Interaktionen mit starken Inhibitoren (z. B. Ritonavir, Clarithromycin).

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Häufige Fragen dazu

💡Praxis-Tipp

Die Datenbank verdeutlicht, dass insbesondere die Kombination von NSAR mit oralen Antikoagulanzien oder Heparinen zu den häufigsten schwerwiegenden Interaktionen (Major) gehört. Es wird nahegelegt, bei der Verordnung von Schmerzmitteln aus der ATC-Gruppe M stets das kardiovaskuläre und gerinnungshemmende Begleitprofil zu überprüfen.

Häufig gestellte Fragen

Laut DDInter-Datenbank bestehen schwere Interaktionen (Major) vor allem mit Antikoagulanzien wie Apixaban oder Warfarin. Mittelschwere Interaktionen werden unter anderem mit Antihypertensiva und bestimmten Antidepressiva beschrieben.

Die Datenbank stuft die Kombination von Tizanidin mit starken Opioiden wie Fentanyl oder Morphin als schwerwiegende Interaktion (Major) ein. Dies beruht auf der additiven zentral dämpfenden Wirkung.

Für Colchicin listet die Quelle schwere Wechselwirkungen mit starken Inhibitoren auf. Dazu gehören beispielsweise Makrolid-Antibiotika wie Clarithromycin oder Antimykotika wie Ketoconazol.

Ja, die Datenbank klassifiziert die gleichzeitige Gabe von NSAR (wie Diclofenac oder Naproxen) und DOAKs (wie Rivaroxaban oder Apixaban) als Major-Interaktion. Es besteht ein signifikant erhöhtes Risiko für Komplikationen.

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Quelle: DDInter 2.0: Drug-Drug Interactions — ATC M (Musculo-skeletal system) (DDInter, 2024). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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