Arzneimittelinteraktionen im Überblick: DDInter 2.0

KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: DDInter (2024)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Die Vermeidung von unerwünschten Arzneimittelinteraktionen ist ein zentraler Bestandteil der medikamentösen Therapie und Patientensicherheit. Diese Zusammenfassung basiert auf den Daten der DDInter 2.0 Datenbank aus dem Jahr 2024.

Es werden systematisch Wechselwirkungen für verschiedene häufig eingesetzte Wirkstoffe erfasst und nach ihrem Schweregrad kategorisiert. Die Einteilung erfolgt dabei in schwerwiegende (Major), moderate und leichte (Minor) Interaktionen.

Ein besonderer Fokus liegt auf Substanzen wie Ethanol, Dexamethason, Clotrimazol sowie ausgewählten Antiinfektiva. Die Kenntnis dieser Wechselwirkungen hilft dabei, toxische Effekte zu vermeiden oder Wirkverluste zu verhindern.

Empfehlungen

Die Datenbank klassifiziert die identifizierten Wechselwirkungen in drei Schweregrade. Es wird eine genaue Prüfung der Begleitmedikation bei den gelisteten Wirkstoffen empfohlen.

Klassifikation der Interaktionen

Die folgende Tabelle fasst die Anzahl der dokumentierten Wechselwirkungen nach Schweregrad zusammen:

WirkstoffSchwerwiegend (Major)ModeratLeicht (Minor)Gesamt
Dexamethason10546947621
Ethanol3542015470
Chloramphenicol3337418425
Clotrimazol2818224234
Calciumgluconat577082
Dolutegravir20810

Schwerwiegende Wechselwirkungen (Major)

Die Quelle listet für die untersuchten Substanzen spezifische schwerwiegende Interaktionen (Major) auf, die klinisch hochrelevant sind.

Für Ethanol werden unter anderem folgende kritische Kombinationen genannt:

  • Paracetamol (Acetaminophen)

  • Buprenorphin und Morphin

  • Disulfiram und Metformin

Bei der Anwendung von Dexamethason zeigt die Übersicht besonders viele schwere Interaktionen. Dazu zählen unter anderem Fentanyl, Amiodaron, Adalimumab sowie verschiedene Lebendimpfstoffe.

Antiinfektiva und Antimykotika

Für das Antimykotikum Clotrimazol dokumentiert die Liste schwere Wechselwirkungen mit Fentanyl, Amiodaron und Immunsuppressiva wie Tacrolimus.

Bei Dolutegravir wird explizit auf die schwerwiegende Interaktion mit Calciumgluconat und Magnesiumsulfat hingewiesen.

Calciumgluconat selbst interagiert laut Datenblatt schwerwiegend mit Ceftriaxon sowie den Herzglykosiden Digoxin und Digitoxin.

Kontraindikationen

Die gelisteten schwerwiegenden Interaktionen (Major) stellen in der klinischen Praxis häufig relative oder absolute Kontraindikationen dar.

Besondere Vorsicht wird bei folgenden Kombinationen beschrieben:

  • Ceftriaxon und Calciumgluconat: Schwerwiegende Interaktion.

  • Dolutegravir und Calciumgluconat: Schwerwiegende Interaktion.

  • Dexamethason und Lebendimpfstoffe: Schwerwiegende Interaktion (z.B. Masern-, Mumps-, Röteln-Impfstoff).

Zudem wird bei Ethanol in Kombination mit Opioiden (wie Morphin oder Buprenorphin) eine schwere Wechselwirkung verzeichnet.

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💡Praxis-Tipp

Ein besonderes Augenmerk sollte auf die Interaktion von Dolutegravir mit polyvalenten Kationen wie Calciumgluconat gelegt werden, da hier eine schwerwiegende Wechselwirkung vorliegt. Ebenso zeigt die Übersicht, dass Dexamethason mit über 100 schwerwiegenden Interaktionen, einschließlich Lebendimpfstoffen und Fentanyl, ein hohes Risikopotenzial in der Polypharmazie aufweist.

Häufig gestellte Fragen

Laut der Datenbank bestehen schwerwiegende Interaktionen unter anderem mit Paracetamol, Metformin, Disulfiram sowie verschiedenen Opioiden wie Morphin. Es werden insgesamt 35 schwere Wechselwirkungen gelistet.

Ja, die Übersicht klassifiziert die Kombination von Calciumgluconat und Ceftriaxon als schwerwiegende Interaktion (Major).

Es wird eine schwerwiegende Wechselwirkung mit Calciumgluconat und Magnesiumsulfat beschrieben. Diese Kombinationen sind laut Quelle als kritisch (Major) eingestuft.

Die Datenbank listet für Dexamethason insgesamt 621 Wechselwirkungen auf. Davon werden 105 als schwerwiegend, 469 als moderat und 47 als leicht eingestuft.

Die gleichzeitige Anwendung von Clotrimazol und Fentanyl wird in der Übersicht als schwerwiegende Interaktion geführt.

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Quelle: DDInter 2.0: Drug-Drug Interactions — ATC D (Dermatologicals) (DDInter, 2024). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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