Arzneimittelinteraktionen (ATC G): DDInter Leitlinie

KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: DDInter (2024)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Die DDInter-Datenbank (Version 2.0) liefert eine umfassende Übersicht zu Arzneimittelinteraktionen. Der vorliegende Auszug fokussiert sich auf ausgewählte Wirkstoffe, darunter Bosentan, Dolutegravir, Chloramphenicol, Clotrimazol, Danazol und Darunavir.

Die Leitlinie klassifiziert die Wechselwirkungen in drei Schweregrade: schwerwiegend (Major), mittelschwer (Moderate) und leicht (Minor). Diese Einteilung dient der Risikostratifizierung bei der Verordnung von Medikamenten.

Es wird deutlich, dass die untersuchten Wirkstoffe stark unterschiedliche Interaktionsprofile aufweisen. Insbesondere bei der Kombination mit bestimmten Analgetika, Virostatika und Zytostatika besteht ein hohes Potenzial für Wechselwirkungen.

Empfehlungen

Basierend auf der Datenbank ergeben sich spezifische Interaktionsprofile für die untersuchten Wirkstoffe.

Schwerwiegende Interaktionen (Major)

Für die meisten der genannten Medikamente wird eine Vielzahl an schwerwiegenden Wechselwirkungen gelistet. Zu den häufig betroffenen Substanzklassen gehören:

  • Opioidanalgetika (z.B. Fentanyl, Hydrocodon, Oxycodon)

  • Orale Kontrazeptiva und Hormone (z.B. Levonorgestrel, Ethinylestradiol)

  • Kinaseinhibitoren und Zytostatika (z.B. Avapritinib, Axitinib)

Mittelschwere Interaktionen (Moderate)

Die Datenbank verzeichnet eine sehr hohe Anzahl an mittelschweren Interaktionen. Hierbei sind besonders folgende Kombinationen auffällig:

  • Bosentan und Clotrimazol zeigen häufige Wechselwirkungen mit Statinen (z.B. Atorvastatin, Simvastatin).

  • Chloramphenicol interagiert mit diversen Antibiotika und Antimykotika.

  • Danazol weist zahlreiche mittelschwere Interaktionen mit Antidiabetika (z.B. Insulin, Metformin) auf.

Interaktionsprofile der Einzelstoffe

Die Leitlinie quantifiziert das Interaktionsrisiko anhand der absoluten Anzahl gelisteter Wechselwirkungen pro Wirkstoff.

WirkstoffSchwerwiegend (Major)Mittelschwer (Moderate)Leicht (Minor)Gesamt
Bosentan663349409
Dolutegravir10910
Chloramphenicol3337418425
Clotrimazol2818224234
Danazol2117618215
Darunavir9231720429

Kontraindikationen

Aufgrund der Einstufung als schwerwiegende Interaktion (Major) ist bei der Kombination der untersuchten Wirkstoffe mit bestimmten Medikamenten besondere Vorsicht geboten. Dies betrifft unter anderem die gleichzeitige Gabe von Bosentan, Clotrimazol oder Darunavir mit Fentanyl. Ebenso wird eine schwerwiegende Wechselwirkung zwischen Dolutegravir und Magnesiumhydroxid gelistet.

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💡Praxis-Tipp

Laut der Datenbank weisen Wirkstoffe wie Darunavir und Bosentan ein extrem breites Interaktionsprofil mit über 400 gelisteten Wechselwirkungen auf. Es wird daher eine routinemäßige softwaregestützte Interaktionsprüfung empfohlen, insbesondere wenn gleichzeitig Opioide, Statine oder orale Kontrazeptiva verordnet werden. Dolutegravir zeigt im Vergleich dazu ein deutlich geringeres Interaktionspotenzial.

Häufig gestellte Fragen

Die Datenbank listet 66 schwerwiegende Interaktionen für Bosentan. Dazu gehören unter anderem Fentanyl, Levonorgestrel, Ethinylestradiol und diverse Kinaseinhibitoren.

Dolutegravir weist laut Quelle ein vergleichsweise geringes Risiko auf, mit insgesamt nur 10 gelisteten Interaktionen. Die einzige schwerwiegende Wechselwirkung besteht mit Magnesiumhydroxid.

Ja, es werden schwerwiegende Interaktionen zwischen Clotrimazol und starken Opioiden aufgeführt. Dazu zählen unter anderem Fentanyl, Hydrocodon und Oxycodon.

Danazol zeigt zahlreiche mittelschwere Interaktionen mit Antidiabetika. Betroffen sind unter anderem verschiedene Insuline, Metformin, Dapagliflozin und Sitagliptin.

Für Darunavir verzeichnet die Datenbank insgesamt 429 Interaktionen. Davon werden 92 als schwerwiegend (Major) und 317 als mittelschwer (Moderate) eingestuft.

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Quelle: DDInter 2.0: Drug-Drug Interactions — ATC G (Genito-urinary system and sex hormones) (DDInter, 2024). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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