Aphthen: Diagnostik, Differenzialdiagnose und Therapie

KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: AWMF|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Die AWMF-Leitlinie behandelt die Diagnostik und Therapie von Aphthen und aphthoiden Läsionen der Mund- und Rachenschleimhaut. Rezidivierende Aphthen gehören zu den häufigsten Erkrankungen in diesem Bereich und weisen eine Prävalenz von bis zu 78 % auf.

Die Ätiologie ist weitestgehend unklar, wobei ein multifaktorieller Hintergrund vermutet wird. Eine genetische Prädisposition, Infektionen, Mangelerscheinungen und Stress scheinen eine Rolle zu spielen.

Klinisch werden drei Varianten unterschieden. Der häufige Typus minor (Mikulicz) zeigt oberflächliche Läsionen, der tiefergehende Typus major (Sutton) heilt narbig ab, und der Typus herpetiformis (Cooke) präsentiert sich mit zahlreichen kleinen Ulzerationen.

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Häufige Fragen dazu

💡Praxis-Tipp

Die Leitlinie warnt davor, persistierende Läsionen zu unterschätzen. Eine unklare Mund- oder Rachenschleimhautveränderung, die nach zwei Wochen keine Rückbildungstendenz zeigt, erfordert zwingend eine histologische Abklärung zum Ausschluss eines Plattenepithelkarzinoms.

Häufig gestellte Fragen

Laut Leitlinie persistieren Minor-Aphthen (Typus Mikulicz) meist über einen Zeitraum von ein bis zwei Wochen und heilen narbenfrei ab. Major-Aphthen (Typus Sutton) können hingegen zwei bis vier Wochen bestehen bleiben und heilen unter Narbenbildung.

Es wird empfohlen, bei Läsionen im Erwachsenenalter, die länger als 14 Tage anhalten und sich nicht eindeutig zuordnen lassen, eine Biopsie durchzuführen. Dies dient dem Ausschluss maligner Veränderungen wie dem Plattenepithelkarzinom.

Bei therapieresistenten, schweren Aphthosen nennt die Leitlinie Colchicin als systemische Option. Bei Nichtansprechen kann auf Dapson oder zur zeitlich begrenzten Akutintervention auf Prednisolon zurückgegriffen werden.

Die Diagnose erfordert obligat rezidivierende orale Aphthen (mindestens dreimal pro Jahr). Zusätzlich müssen laut Leitlinie zwei weitere Kriterien wie genitale Aphthen, Augenbeteiligung, Hautveränderungen oder ein positiver Pathergietest vorliegen.

Als Erstlinientherapie empfiehlt die Leitlinie filmbildende Präparate, Sucralfat-Suspensionen oder adstringierende Tinkturen. Bei Aphthen vom Major-Typ kann eine 5%ige Tetracyclin-Mundspülung angewendet werden.

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Quelle: Diagnostik und Therapieoptionen von Aphthen und aphthoiden Läsionen der Mund- und Rachenschleimhaut (AWMF). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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