Antimicrobial Stewardship (AMS): Strategien & Maßnahmen

Diese Leitlinie stammt aus 2007 und ist möglicherweise nicht mehr aktuell. Aktualität beim Herausgeber prüfen
KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: IDSA (2007)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Die IDSA-Leitlinie präsentiert Empfehlungen zur Entwicklung institutioneller Programme für Antimicrobial Stewardship (AMS) in Akutkrankenhäusern. Das primäre Ziel ist die Optimierung klinischer Ergebnisse bei gleichzeitiger Minimierung unbeabsichtigter Folgen wie Toxizität, Clostridium-difficile-Infektionen und Resistenzentwicklung.

Ein sekundäres Ziel stellt die Senkung der Gesundheitskosten ohne Beeinträchtigung der Versorgungsqualität dar. Es wird betont, dass der angemessene Einsatz von Antimikrobiotika ein wesentlicher Bestandteil der Patientensicherheit ist und eine sorgfältige Überwachung erfordert.

Die Empfehlungen basieren überwiegend auf Studien an hospitalisierten Erwachsenen, sind jedoch breit auf alle Krankenhauspatienten anwendbar. Für den ambulanten Bereich oder Langzeitpflegeeinrichtungen werden aufgrund unzureichender Datenlage keine spezifischen Empfehlungen ausgesprochen.

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Häufige Fragen dazu

💡Praxis-Tipp

Laut Leitlinie ist reine Aufklärung (Education) ohne aktive Interventionen nur marginal wirksam, um das Verschreibungsverhalten nachhaltig zu ändern (Evidenzgrad B-II).

Häufig gestellte Fragen

Die Leitlinie empfiehlt als Kernteam einen Infektiologen und einen klinischen Apotheker mit infektiologischer Ausbildung. Eine Erweiterung um Mikrobiologen, IT-Spezialisten und Hygieniker wird als optimal angesehen.

Es werden zwei proaktive Kernstrategien genannt: das prospektive Audit mit Feedback sowie Formularbeschränkungen mit Vorabgenehmigungen. Beide Ansätze können den unangemessenen Einsatz von Antimikrobiotika signifikant reduzieren.

Es wird aufgrund unzureichender Datenlage nicht empfohlen, Antibiotika routinemäßig rotierend einzusetzen, um Resistenzen zu vermeiden. Die Leitlinie rät von dieser Praxis als Standardmaßnahme ab.

Der routinemäßige Einsatz zur reinen Resistenzvermeidung wird nicht empfohlen. Bei kritisch kranken Personen mit Risiko für multiresistente Erreger hat sie jedoch einen festen Stellenwert in der empirischen Therapie.

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Quelle: IDSA/SHEA: Antimicrobial Stewardship (IDSA, 2007). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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