Antibiotika-Stewardship (ASP): Leitlinien-Empfehlungen
Hintergrund
Antibiotic Stewardship Programme (ASP) umfassen koordinierte Interventionen zur Verbesserung des angemessenen Einsatzes von Antibiotika. Ziel ist die Förderung optimaler Medikamentenregime hinsichtlich Dosierung, Therapiedauer und Verabreichungsweg.
Zu den Vorteilen gehören verbesserte klinische Ergebnisse und eine Reduktion unerwünschter Ereignisse. Insbesondere Infektionen mit Clostridium difficile (CDI) und Antibiotikaresistenzen lassen sich durch strukturierte Programme verringern.
Die IDSA-Leitlinie richtet sich an stationäre Einrichtungen, einschließlich Notaufnahmen, Intensivstationen und Langzeitpflegeeinrichtungen. Idealerweise werden solche Programme von Ärzten für Infektionskrankheiten mit zusätzlicher Stewardship-Ausbildung geleitet.
💡Praxis-Tipp
Die Leitlinie betont, dass passive Bildungsmaßnahmen wie Broschüren oder Vorträge allein nicht ausreichen, um das Verschreibungsverhalten nachhaltig zu verbessern. Sie sollten stets mit aktiven Interventionen wie prospektiven Audits oder Vorabgenehmigungen kombiniert werden.
Häufig gestellte Fragen
Es wird bevorzugt, den Verbrauch in "Days of Therapy" (DOTs) anstatt in "Defined Daily Doses" (DDD) zu messen. DOTs bieten den Vorteil, dass sie unabhängig von Dosisanpassungen sind.
Bei erwachsenen Intensivpatienten mit Verdacht auf eine Infektion wird der Einsatz serieller PCT-Messungen unterstützt. Dies dient als Intervention, um den Antibiotikaverbrauch gezielt zu reduzieren.
Von einem routinemäßigen Antibiotika-Cycling zur Vermeidung von Resistenzen wird abgeraten. Die verfügbaren Daten belegen keinen ausreichenden Nutzen für diese Maßnahme.
Bei einer gemeldeten Beta-Laktam-Allergie wird die Förderung von strukturierten Allergiebewertungen nahegelegt. Wenn angemessen, sollten Penicillin-Hauttests durchgeführt werden, um den Einsatz von Erstlinien-Antibiotika zu ermöglichen.
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Quelle: Implementing an ASP (IDSA, 2026). Originaldokument ansehen
KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.
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