Antibiotic Stewardship (ASP): Leitlinien-Empfehlungen
Hintergrund
Die IDSA/SHEA-Leitlinie befasst sich mit der Implementierung von Antibiotic Stewardship Programmen (ASP) in Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen. Ziel ist es, den Einsatz von Antibiotika zu optimieren, um klinische Outcomes zu verbessern und Resistenzen sowie Clostridium-difficile-Infektionen (CDI) zu reduzieren.
Ein ASP sollte idealerweise von speziell geschulten Infektiologen geleitet werden. Die Leitlinie bewertet verschiedene strukturelle Interventionen, Optimierungsstrategien und diagnostische Maßnahmen hinsichtlich ihrer Wirksamkeit im klinischen Alltag.
💡Praxis-Tipp
Die Leitlinie betont, dass passive Fortbildungen oder das reine Verteilen von Informationsmaterialien nicht ausreichen, um das Verordnungsverhalten nachhaltig zu ändern. Es wird stattdessen empfohlen, aktive Maßnahmen wie prospektive Audits mit Feedback (PAF) oder Vorabgenehmigungen fest in den klinischen Alltag zu integrieren.
Häufig gestellte Fragen
Laut Leitlinie sind "Days of Therapy" (DOTs) der bevorzugte Parameter zur Messung des Antibiotikaverbrauchs. Sie sind genauer als "Defined Daily Doses" (DDDs), da sie nicht durch Dosisanpassungen verfälscht werden und auch in der Pädiatrie anwendbar sind.
Die Leitlinie rät vom routinemäßigen Antibiotika-Cycling als Strategie zur Vermeidung von Resistenzen ab. Die aktuelle Evidenzlage zeigt keinen überzeugenden Nutzen für diese Praxis.
Es wird empfohlen, serielle Procalcitonin-Messungen bei erwachsenen Intensivpatienten zu nutzen, um die Dauer der Antibiotikatherapie zu verkürzen. Dies setzt jedoch voraus, dass das ASP-Team die Kliniker bei der Interpretation der Werte aktiv unterstützt.
Bei Palliativpatienten am Lebensende wird empfohlen, Antibiotika nur zur gezielten Symptomlinderung einzusetzen. Das ASP-Team sollte Kliniker dabei unterstützen, unnötige und potenziell belastende Antibiotikagaben in dieser Phase zu vermeiden.
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Quelle: IDSA/SHEA: Implementing an Antibiotic Stewardship Program (IDSA, 2016). Originaldokument ansehen
KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.
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