Anagrelid (Xagrid): Thrombose- und Hirninfarktrisiko
Hintergrund
Die Drug Safety Mail 2022-10 der Arzneimittelkommission der deutschen Ärzteschaft (AkdÄ) fasst einen Rote-Hand-Brief zu Anagrelid (Xagrid®) zusammen. Diese Zusammenfassung basiert auf der kurzen Sicherheitswarnung der AkdÄ.
Anagrelid ist indiziert zur Verringerung erhöhter Thrombozytenzahlen bei Risikopatienten mit essenzieller Thrombozythämie. Der Einsatz erfolgt, sofern die bisherige Therapie nicht vertragen wird oder die Thrombozytenzahl nicht auf ein akzeptables Maß gesenkt werden kann.
Die aktuelle Sicherheitswarnung adressiert ein potenziell lebensbedrohliches Risiko, das bei der Beendigung der Therapie auftreten kann. Die Warnung gilt für alle Anagrelid-haltigen Arzneimittel.
💡Praxis-Tipp
Der Rote-Hand-Brief warnt eindringlich davor, Anagrelid abrupt abzusetzen, da der Rebound-Effekt der Thrombozyten sehr rasch – typischerweise innerhalb von vier Tagen – einsetzt. Es wird empfohlen, bei jeder Therapieunterbrechung ein engmaschiges Monitoring der Thrombozytenzahlen sicherzustellen und die Patienten proaktiv über Thrombosesymptome aufzuklären.
Häufig gestellte Fragen
Laut Rote-Hand-Brief besteht nach einem abrupten Absetzen ein erhöhtes Risiko für thrombotische Komplikationen, einschließlich Hirninfarkten. Dies wird durch einen raschen Wiederanstieg der Thrombozytenzahl verursacht.
Der Wiederanstieg der Thrombozytenzahl beginnt in der Regel sehr rasch. Laut Sicherheitswarnung ist typischerweise innerhalb von vier Tagen nach dem Absetzen des Medikaments mit dem Anstieg zu rechnen.
Die Sicherheitswarnung empfiehlt, die Thrombozytenzahl bei einer Dosisunterbrechung oder einem Abbruch regelmäßig zu kontrollieren. Zudem sollen die Patienten über Symptome von Thrombosen aufgeklärt werden.
Das Medikament wird bei Risikopatienten mit essenzieller Thrombozythämie eingesetzt, um erhöhte Thrombozytenzahlen zu verringern. Es kommt zur Anwendung, wenn andere Therapien nicht vertragen werden oder nicht ausreichend wirken.
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Quelle: AkdÄ: Rote-Hand-Brief zu Xagrid® (Anagrelidhydrochlorid) (AkdÄ, 2022). Originaldokument ansehen
KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.
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