Akuter und chronischer Husten: Diagnostik und Therapie

KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: AWMF|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Die DEGAM S3-Leitlinie "Akuter und chronischer Husten" bietet evidenzbasierte Empfehlungen für die hausärztliche Versorgung von erwachsenen Personen. Husten ist einer der häufigsten Beratungsanlässe in der hausärztlichen Primärversorgung.

Die Leitlinie unterteilt das Symptom nach Dauer in akuten (bis zu 3 Wochen), subakuten (bis zu 8 Wochen) und chronischen Husten (über 8 Wochen). Ziel ist es, Überdiagnostik bei banalen Infekten zu vermeiden und gleichzeitig gefährliche Verläufe sicher zu erkennen.

Ein besonderer Fokus liegt auf der Reduktion nicht nutzengerechter Antibiotika- und Antitussiva-Verordnungen beim akuten Husten. Beim chronischen Husten wird ein strukturiertes diagnostisches Vorgehen zur Vermeidung von Über- und Unterversorgung empfohlen.

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Häufige Fragen dazu

💡Praxis-Tipp

Ein häufiger Fehler ist die Überbewertung des CRB-65-Scores in der Hausarztpraxis, da dieser das Risiko für einen schweren Verlauf einer Pneumonie im ambulanten Bereich oft zu hoch einschätzt. Die Leitlinie empfiehlt daher, die Entscheidung zur stationären Einweisung immer durch eine individuelle klinische Risikoeinschätzung zu ergänzen.

Häufig gestellte Fragen

Laut Leitlinie ist eine antibiotische Therapie bei Erkältungskrankheiten und akuter Bronchitis nicht sinnvoll, da diese meist viral bedingt sind. Ausnahmen bilden spezifische bakterielle Infektionen wie eine ambulant erworbene Pneumonie oder bestimmte Exazerbationen einer COPD.

Zu den Warnsymptomen zählen unter anderem Stridor, Dyspnoe, Zyanose, Hämoptysen, Tachykardie und ein relevanter Abfall der Sauerstoffsättigung. Bei chronischem Husten wird zudem auf ungewollten Gewichtsverlust und Nachtschweiß als Hinweise auf Malignome oder Tuberkulose hingewiesen.

Die Leitlinie weist darauf hin, dass sich der Allgemeinzustand bei einem akuten Infekt meist nach wenigen Tagen bessert, der Husten selbst jedoch über mehrere Wochen anhalten kann. Ein sogenannter postinfektiöser Husten kann bis zu acht Wochen andauern.

Es wird ein Auslassversuch empfohlen, da ein Wechsel auf einen anderen ACE-Hemmer in der Regel keine Besserung bringt. Nach dem Absetzen klingt der Husten laut Leitlinie meist innerhalb von ein bis vier Wochen ab.

Die Leitlinie stellt fest, dass Phytotherapeutika (wie Efeu, Thymian oder Pelargonium) in Studien eine moderate Symptomlinderung zeigen können. Die klinische Relevanz wird jedoch als minimal eingestuft, weshalb sie nur bei starkem Patientenwunsch erwogen werden sollten.

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KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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