Akute hämatogene Osteomyelitis: Therapie bei Kindern

Diese Leitlinie stammt aus 2021 und ist möglicherweise nicht mehr aktuell. Aktualität beim Herausgeber prüfen
KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: IDSA (2021)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Die akute hämatogene Osteomyelitis (AHO) bei Kindern entsteht durch die Proliferation von Bakterien in der Knochenmatrix nach hämatogener Streuung. Die Inzidenz liegt bei 1,2 bis 13 Fällen pro 100.000 Kindern pro Jahr.

Staphylococcus aureus ist der häufigste Erreger in Nordamerika. Die klinische Präsentation variiert von einer lokalisierten Infektion mit minimaler systemischer Entzündungsreaktion bis hin zu multifokalen Infektionen mit septischem Schock.

Diese Zusammenfassung konzentriert sich auf ansonsten gesunde Kinder im Alter von einem Monat bis unter 18 Jahren. Neugeborene sind aufgrund von Unterschieden in Pathogenese und Management von diesen Empfehlungen ausgeschlossen.

Vollständige Empfehlungen in der Originalleitlinie lesen
ClariMed durchsucht 14.000+ weitere Leitlinien
Häufige Fragen dazu

💡Praxis-Tipp

Ein wesentlicher Praxisaspekt ist der Umgang mit stabilen Patienten ohne Sepsiszeichen. Hier wird vorgeschlagen, die empirische Antibiose für bis zu 48 bis 72 Stunden zu pausieren, um eine Erregerdiagnostik mittels Knochenbiopsie oder Aspiration zu ermöglichen. Dies erleichtert eine gezielte und oft nebenwirkungsärmere orale Folgetherapie.

Häufig gestellte Fragen

Die Leitlinie empfiehlt als erste Bildgebung ein konventionelles Röntgenbild. Obwohl die Sensitivität für eine frühe Osteomyelitis gering ist, dient es dem Ausschluss anderer wichtiger Differenzialdiagnosen wie Frakturen oder Tumoren.

Ein chirurgisches Debridement wird bei Vorliegen einer Sepsis, bei rasch fortschreitender Infektion oder bei dokumentierten Abszessen von über 2 cm Größe empfohlen.

Bei einer unkomplizierten, durch Staphylococcus aureus verursachten Infektion mit gutem Therapieansprechen wird eine Gesamttherapiedauer von 3 bis 4 Wochen vorgeschlagen.

Bei unkomplizierten Verläufen ohne Beteiligung der Wachstumsfuge wird von einer routinemäßigen MRT-Kontrolle am Ende der Therapie abgeraten. Bei komplizierten Verläufen kann eine abschließende Bildgebung jedoch sinnvoll sein.

Es wird ein sequenzielles Monitoring des C-reaktiven Proteins (CRP) in Kombination mit der klinischen Untersuchung empfohlen. Von der Bestimmung des Procalcitonins (PCT) wird abgeraten.

War diese Zusammenfassung hilfreich?

Quelle: IDSA: Acute Hematogenous Osteomyelitis in Pediatrics (IDSA, 2021). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

Verwandte Leitlinien

Über Google hier gelandet?

ClariMed durchsucht alle medizinischen Leitlinien

AWMF, NVL, NICE, WHO, ESC, KDIGO - Quellenzitiert, kostenlos. Speichern Sie Ihren Verlauf auf allen Geräten mit einem kostenlosen Konto.

Kostenloses Konto erstellen
Keine Kreditkarte. DSGVO-konform. In Deutschland gehostet.