Akute Bewusstseinsstörung Kind: Diagnostik und Therapie

KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: AWMF|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Die AWMF-S1-Leitlinie behandelt die Diagnostik und Therapie von akuten, nichttraumatischen Bewusstseinsstörungen bei Kindern und Jugendlichen jenseits der Neugeborenenperiode. Das Spektrum reicht von eingeschränkter Wachheit bis zur kompletten Reaktionslosigkeit (Koma).

Im präklinischen Bereich sind epileptische Anfälle, insbesondere Fieberkrämpfe, die häufigste Ursache. Bei den nichttraumatischen Koma-Ursachen dominieren Infektionen des Zentralnervensystems, gefolgt von Intoxikationen und metabolischen Entgleisungen.

Die Leitlinie betont, dass ein Koma ein lebensbedrohlicher Notfall ist. Diagnostik und Therapie müssen parallel ablaufen, um irreversible Hirnschäden zu vermeiden.

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💡Praxis-Tipp

Die Leitlinie weist darauf hin, dass ein fortbestehender epileptischer Anfall als Ursache einer Bewusstseinsstörung häufig übersehen wird. Es wird empfohlen, auf die Bulbusstellung zu achten, da offene Augen mit starrer Deviation zur Seite stark auf einen iktalen Zustand hindeuten. Zudem wird betont, dass ein unauffälliges cCT keine absolute Garantie für eine risikolose Lumbalpunktion darstellt, weshalb die klinische Risikoabschätzung essenziell bleibt.

Häufig gestellte Fragen

Laut Leitlinie wird bei einem Glasgow Coma Score von unter 9 die Sicherung der Atemwege durch eine endotracheale Intubation empfohlen.

Die Leitlinie empfiehlt bei instabilen Kindern ein Notfall-cCT, um neurochirurgische Interventionen zu prüfen. Bei stabilen Patienten wird ein cMRT bevorzugt, da es eine höhere differentialdiagnostische Aussagekraft besitzt.

Es wird die intravenöse Gabe von 2,5 ml/kg Körpergewicht einer 10-prozentigen Glukoselösung empfohlen. Dies sollte bei Verdacht auf ein hypoglykämisches Koma bereits vor Eintreffen des Laborergebnisses erfolgen.

Gemäß der Leitlinie wird bei einem Schädel-Hirn-Trauma die hypertone Salzlösung gegenüber Mannitol bevorzugt. Mannitol hat bei dieser Indikation keine ausreichende Evidenz.

Die Leitlinie betont ausdrücklich, dass die antibiotische Therapie auf keinen Fall durch eine Fundoskopie oder Bildgebung verzögert werden darf. Falls eine Lumbalpunktion verschoben werden muss, ist unverzüglich mit der Antibiose zu beginnen.

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KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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