AkdÄ2024

Pseudoephedrin: PRES & RCVS-Risiko (AkdÄ Rote-Hand-Brief)

KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: AkdÄ (2024)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Diese Zusammenfassung basiert auf dem Rote-Hand-Brief der Arzneimittelkommission der deutschen Ärzteschaft (AkdÄ) aus dem Jahr 2024.

Pseudoephedrin ist ein Wirkstoff, der allein oder in Kombination mit anderen Substanzen zur kurzfristigen symptomatischen Behandlung von Schleimhautschwellungen eingesetzt wird. Zu den Indikationen zählen die Rhinosinusitis, die allergische Rhinitis sowie die vasomotorische Rhinitis.

Eine EU-weite Bewertung von gemeldeten Fällen und weiteren verfügbaren Daten ergab, dass die Anwendung von Pseudoephedrin mit dem Risiko für ein posteriores reversibles Enzephalopathiesyndrom (PRES) und ein reversibles zerebrales Vasokonstriktionssyndrom (RCVS) assoziiert ist. Die Produktinformationen der betroffenen Arzneimittel werden entsprechend aktualisiert.

Empfehlungen

Die AkdÄ weist darauf hin, dass bei der Anwendung von Pseudoephedrin auf spezifische neurologische und kardiovaskuläre Warnzeichen geachtet werden muss. Bei Auftreten von Anzeichen für ein posteriores reversibles Enzephalopathiesyndrom (PRES) oder ein reversibles zerebrales Vasokonstriktionssyndrom (RCVS) wird ein sofortiger Therapieabbruch empfohlen.

Warnsymptome

Zu den möglichen Symptomen, die eine umgehende ärztliche Behandlung erfordern, zählen:

  • Plötzliche, starke Kopfschmerzen oder Donnerschlagkopfschmerzen

  • Übelkeit und Erbrechen

  • Verwirrtheit

  • Krampfanfälle

  • Sehstörungen

Kontraindikationen

Laut dem Rote-Hand-Brief der AkdÄ erhöhen bestimmte Vorerkrankungen das Risiko für ein posteriores reversibles Enzephalopathiesyndrom (PRES) oder ein reversibles zerebrales Vasokonstriktionssyndrom (RCVS).

Daher sind pseudoephedrinhaltige Arzneimittel bei folgenden Begleiterkrankungen kontraindiziert:

  • Schwerer oder unkontrollierter Hypertonie

  • Schwerer akuter Nierenerkrankung

  • Schwerer chronischer Nierenerkrankung oder Niereninsuffizienz

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💡Praxis-Tipp

Es wird empfohlen, bei der Verordnung oder Abgabe von Pseudoephedrin aktiv nach Vorerkrankungen wie Bluthochdruck oder Niereninsuffizienz zu fragen, um die neuen Kontraindikationen zu beachten. Zudem wird angeraten, Betroffene über das Risiko von plötzlichen, starken Kopfschmerzen (Donnerschlagkopfschmerz) aufzuklären, da diese ein sofortiges Absetzen der Medikation erfordern.

Häufig gestellte Fragen

Laut dem Rote-Hand-Brief der AkdÄ ist Pseudoephedrin bei schwerer oder unkontrollierter Hypertonie sowie bei schwerer akuter oder chronischer Niereninsuffizienz kontraindiziert. Diese Vorerkrankungen erhöhen das Risiko für zerebrale Komplikationen.

Typische Warnzeichen umfassen plötzliche, starke Kopfschmerzen (Donnerschlagkopfschmerzen), Übelkeit, Erbrechen, Verwirrtheit, Krampfanfälle und Sehstörungen. Bei diesen Symptomen wird ein sofortiges Absetzen des Medikaments empfohlen.

Die Substanz ist zur kurzfristigen symptomatischen Behandlung von Schleimhautschwellungen der Nase und Nebenhöhlen indiziert. Dies umfasst Beschwerden bei Rhinosinusitis, allergischer Rhinitis oder vasomotorischer Rhinitis.

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Quelle: AkdÄ: Rote-Hand-Brief zu Pseudoephedrin: Mögliches Risiko für posteriores reversibles Enzephalopathiesyndrom und reversibles zerebrales (AkdÄ, 2024). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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