BfArM2017

Ibrutinib (Imbruvica): Hepatitis-B-Reaktivierung | BfArM

Diese Leitlinie stammt aus 2017 und ist möglicherweise nicht mehr aktuell. Aktualität beim Herausgeber prüfen
KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: BfArM (2017)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Dieser Artikel basiert auf einem Rote-Hand-Brief des Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) aus dem Jahr 2017. Er thematisiert ein neu identifiziertes Sicherheitsrisiko unter der Therapie mit Ibrutinib (Imbruvica®).

Ibrutinib ist ein Tyrosinkinase-Inhibitor, der unter anderem zur Behandlung verschiedener B-Zell-Malignome eingesetzt wird. Durch die immunmodulierende Wirkung solcher zielgerichteten Therapien kann es zu Komplikationen mit latenten Infektionen kommen.

Der Rote-Hand-Brief informiert spezifisch über das Risiko einer Reaktivierung des Hepatitis-B-Virus (HBV). Eine solche Reaktivierung kann bei immunsupprimierten Patienten zu schweren Leberschäden führen.

Empfehlungen

Der Rote-Hand-Brief formuliert folgende zentrale Sicherheitsanweisung für die klinische Praxis:

Screening vor Therapiebeginn

  • Laut BfArM wird dringend empfohlen, den Hepatitis-B-Status der Patienten vor der Einleitung einer Therapie mit Ibrutinib (Imbruvica®) zu überprüfen.

  • Es wird darauf hingewiesen, dass Patienten auf eine bestehende oder abgelaufene Hepatitis-B-Virus-Infektion (HBV) untersucht werden sollen.

Hintergrund der Maßnahme

  • Die Warnung basiert auf Berichten über Fälle einer HBV-Reaktivierung, die während der Behandlung mit Ibrutinib aufgetreten sind.

  • Durch das vorherige Screening soll das Risiko schwerer hepatischer Komplikationen durch eine unerkannte Reaktivierung minimiert werden.

Kontraindikationen

Warnhinweis: Hepatitis-B-Reaktivierung

Der Rote-Hand-Brief warnt explizit vor dem Risiko einer Reaktivierung des Hepatitis-B-Virus (HBV) unter der Therapie mit Ibrutinib. Bei Patienten mit positiver HBV-Serologie ist entsprechend besondere Vorsicht geboten, um potenziell lebensbedrohliche Leberschäden zu vermeiden.

Frage zu dieser Leitlinie stellen...

💡Praxis-Tipp

Ein zentraler Aspekt für die Praxis ist die konsequente Überprüfung der Hepatitis-B-Serologie vor dem Start einer Ibrutinib-Therapie. Es wird empfohlen, diese Diagnostik fest in den Vorbereitungs-Workflow für neue Patienten zu integrieren, um unerkannte HBV-Reaktivierungen zu verhindern.

Häufig gestellte Fragen

Der Rote-Hand-Brief des BfArM aus dem Jahr 2017 warnt vor dem Risiko einer Hepatitis-B-Reaktivierung unter der Therapie mit Ibrutinib. Es wurden entsprechende Fälle in der klinischen Anwendung gemeldet.

Laut der Sicherheitsinformation wird empfohlen, alle Patienten vor Beginn der Behandlung auf eine Hepatitis-B-Virus-Infektion (HBV) zu untersuchen. Dadurch sollen Risikopatienten frühzeitig identifiziert werden.

Eine Reaktivierung des Hepatitis-B-Virus unter immunsuppressiver Therapie kann zu schweren Leberschäden führen. Daher betont der Rote-Hand-Brief die Wichtigkeit des vorherigen Screenings.

War diese Zusammenfassung hilfreich?

Quelle: Rote-Hand-Brief zu Ibrutinib (Imbruvica®): Risiko einer Hepatitis-B-Reaktivierung (BfArM, 2017). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

Verwandte Leitlinien