AkdÄ2023Pharmakologie

Statine & Regorafenib: Neue Risiken und Nebenwirkungen

KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: AkdÄ (2023)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Der Ausschuss für Risikobewertung im Bereich der Pharmakovigilanz (PRAC) der Europäischen Arzneimittel-Agentur (EMA) evaluiert kontinuierlich die Sicherheit zugelassener Medikamente. Basierend auf neuen Erkenntnissen werden regelmäßig Anpassungen der Fach- und Gebrauchsinformationen empfohlen, um die Arzneimittelsicherheit zu gewährleisten.

Die Arzneimittelkommission der deutschen Ärzteschaft (AkdÄ) hat in ihrer Drug Safety Mail 2023-08 die PRAC-Empfehlungen vom Januar 2023 zusammengefasst. Diese Publikation informiert medizinische Fachkreise über neu identifizierte Risikosignale für verschiedene, häufig verordnete Wirkstoffklassen.

Die Änderungen betreffen insbesondere die Abschnitte 4.4 (Warnhinweise) und 4.8 (Nebenwirkungen) der jeweiligen Fachinformationen. Im Fokus des aktuellen Updates stehen HMG-CoA-Reduktase-Hemmer (Statine) sowie spezifische zielgerichtete Onkologika.

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Häufige Fragen dazu

💡Praxis-Tipp

Bei Personen unter Statintherapie, die neu auftretende, fluktuierende Muskelschwäche oder Sehstörungen (wie Ptosis oder Diplopie) entwickeln, sollte laut den neuen PRAC-Erkenntnissen differenzialdiagnostisch an eine medikamentös induzierte oder verschlechterte Myasthenia gravis gedacht werden.

Häufig gestellte Fragen

Laut AkdÄ-Mitteilung wurde die Auslösung oder Verschlechterung einer Myasthenia gravis sowie der okulären Myasthenie als neues Risikosignal identifiziert. Die genaue Häufigkeit dieser Nebenwirkung ist aktuell nicht bekannt.

Das Risikosignal betrifft die gesamte Klasse der HMG-CoA-Reduktase-Hemmer. Explizit genannt werden Atorvastatin, Fluvastatin, Lovastatin, Pitavastatin, Pravastatin, Rosuvastatin, Simvastatin sowie entsprechende Fixkombinationen.

Die PRAC-Empfehlungen weisen auf das Risiko einer hämophagozytischen Lymphohistiozytose (HLH) hin. Diese Nebenwirkung wird in der aktualisierten Fachinformation als "selten" eingestuft.

Für Regorafenib wird ein neuer Warnhinweis bezüglich der thrombotischen Mikroangiopathie aufgenommen. Auch dieses unerwünschte Ereignis tritt laut den aktualisierten Daten selten auf.

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Quelle: AkdÄ: Änderung des Wortlauts von Fach- und Gebrauchsinformationen – Empfehlungen des PRAC (AkdÄ, 2023). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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