Sitagliptin: Hepatitis-Risiko bei Fettleber (NAFLD)

Diese Leitlinie stammt aus 2010 und ist möglicherweise nicht mehr aktuell. Aktualität beim Herausgeber prüfen
KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: AkdÄ (2010)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Die Arzneimittelkommission der deutschen Ärzteschaft (AkdÄ) berichtet über einen möglichen Zusammenhang zwischen dem oralen Antidiabetikum Sitagliptin und dem Auftreten einer medikamentös induzierten Hepatitis. Sitagliptin ist ein Dipeptidylpeptidase-4-Hemmer (DPP-4-Hemmer), der zur Behandlung des Diabetes mellitus Typ 2 eingesetzt wird.

Der Wirkstoff hemmt den Abbau der Inkretinhormone GLP-1 und GIP, was zu einer blutzuckerabhängigen Stimulation der Insulinsekretion führt. Laut AkdÄ ist das Medikament als Monotherapie oder in Kombination mit anderen Antidiabetika wie Metformin oder Insulin zugelassen.

Anlass der Publikation ist ein gemeldeter Fall aus der UAW-Datenbank, bei dem ein Patient mit vorbestehender nichtalkoholischer Fettlebererkrankung unter Sitagliptin stark erhöhte Leberwerte entwickelte. In der damaligen Fachinformation waren Leberschäden als unerwünschte Wirkung nicht aufgeführt.

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Häufige Fragen dazu

💡Praxis-Tipp

Bei Patienten, die unter einer Therapie mit Sitagliptin unklare Leberwerterhöhungen oder Symptome einer Hepatitis entwickeln, wird eine medikamentös induzierte Leberschädigung als wichtige Differenzialdiagnose hervorgehoben. Die AkdÄ betont, dass sich die Transaminasen nach dem Absetzen des Medikaments in den dokumentierten Fällen rasch wieder normalisierten.

Häufig gestellte Fragen

Laut AkdÄ kann Sitagliptin in sehr seltenen Fällen ursächlich für Transaminasenerhöhungen oder eine schwerwiegende Hepatitis sein. In der UAW-Datenbank wurden entsprechende Verdachtsfälle dokumentiert.

Die Publikation beschreibt, dass bei Verdacht auf eine medikamentös induzierte Hepatitis das Präparat abgesetzt werden sollte. Im geschilderten Fallbericht führte das Absetzen zu einem raschen Rückgang der Transaminasen.

Es wird von Fällen berichtet, in denen Patienten mit vorbestehender nichtalkoholischer Fettlebererkrankung (NASH) unter Sitagliptin eine Hepatitis entwickelten. Die AkdÄ rät dazu, bei diesen Patienten besonders auf pathologische Leberwerte zu achten.

In dem von der AkdÄ publizierten Fallbericht waren die Transaminasenerhöhungen bereits drei Tage nach dem Absetzen deutlich rückläufig. Im weiteren ambulanten Verlauf normalisierten sich die Werte vollständig.

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Quelle: AkdÄ Bekanntgabe: Hepatitis im Zusammenhang mit Sitagliptin bei vorbestehender nichtalkoholischer Fettlebererkrankung (AkdÄ, 2010). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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