Sitagliptin bei Typ-2-Diabetes: G-BA Nutzenbewertung
Hintergrund
Das vorliegende Dokument fasst das Nutzenbewertungsverfahren des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA) aus dem Jahr 2013 zum Wirkstoff Sitagliptin (Handelsnamen Januvia®, Xelevia®) zusammen. Sitagliptin wird im therapeutischen Gebiet des Diabetes mellitus Typ 2 eingesetzt.
Es wird darauf hingewiesen, dass die in diesem Verfahren gefassten Beschlüsse durch eine spätere Neubewertung nach Fristablauf im Jahr 2016 aufgehoben wurden. Das Dokument beschreibt primär die zugelassenen Anwendungsgebiete gemäß Fachinformation zur Verbesserung der Blutzuckerkontrolle.
Empfehlungen
Der G-BA-Beschluss listet die Indikationen für Sitagliptin bei erwachsenen Personen mit Typ-2-Diabetes mellitus auf.
Monotherapie
Sitagliptin ist als Monotherapie indiziert, wenn Diät und Bewegung allein den Blutzucker nicht ausreichend senken. Voraussetzung hierfür ist, dass Metformin aufgrund von Gegenanzeigen oder Unverträglichkeit nicht geeignet ist.
Zweifachtherapie
Als orale Zweifachtherapie wird der Wirkstoff in folgenden Kombinationen eingesetzt, wenn die bisherige Therapie plus Diät und Bewegung nicht ausreichen:
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Mit Metformin.
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Mit einem Sulfonylharnstoff (in der höchsten vertragenen Dosis), sofern Metformin kontraindiziert oder unverträglich ist.
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Mit einem PPARγ-Agonisten (Thiazolidindion), wenn dessen Anwendung generell angebracht ist.
Dreifachtherapie und Insulin-Kombination
Bei unzureichender Blutzuckerkontrolle unter einer Zweifachtherapie (plus Diät und Bewegung) ist eine orale Dreifachtherapie möglich:
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In Kombination mit einem Sulfonylharnstoff und Metformin.
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In Kombination mit einem PPARγ-Agonisten und Metformin.
Zusätzlich ist Sitagliptin als Ergänzung zu Insulin (mit oder ohne Metformin) indiziert, wenn eine stabile Insulindosis, Diät und Bewegung nicht ausreichen.
Dosierung
| Therapiestufe | Kombination mit | Voraussetzung |
|---|---|---|
| Monotherapie | Keine | Metformin-Unverträglichkeit oder -Kontraindikation |
| Zweifachtherapie | Metformin | Metformin-Monotherapie unzureichend |
| Zweifachtherapie | Sulfonylharnstoff | Metformin ungeeignet und Sulfonylharnstoff-Monotherapie unzureichend |
| Zweifachtherapie | PPARγ-Agonist | PPARγ-Monotherapie unzureichend |
| Dreifachtherapie | Metformin + Sulfonylharnstoff | Zweifachtherapie unzureichend |
| Dreifachtherapie | Metformin + PPARγ-Agonist | Zweifachtherapie unzureichend |
| Insulin-Kombination | Insulin (± Metformin) | Stabile Insulindosis unzureichend |
💡Praxis-Tipp
Es wird im Beschluss hervorgehoben, dass Sitagliptin als Monotherapie oder in Zweifachkombination mit einem Sulfonylharnstoff nur dann indiziert ist, wenn Metformin aufgrund von Kontraindikationen oder Unverträglichkeiten nicht eingesetzt werden kann. Bei allen Therapieformen wird vorausgesetzt, dass Diät und Bewegung als Basistherapie nicht ausreichen.
Häufig gestellte Fragen
Laut G-BA-Dokument ist die Monotherapie indiziert, wenn Diät und Bewegung nicht ausreichen und Metformin wegen Unverträglichkeit oder Gegenanzeigen nicht geeignet ist.
Ja, das Dokument bestätigt die Indikation von Sitagliptin zusätzlich zu Insulin. Dies gilt mit oder ohne Metformin, wenn eine stabile Insulindosis den Blutzucker nicht ausreichend senkt.
Gemäß den Angaben ist eine Dreifachtherapie möglich. Sie erfolgt in Kombination mit Metformin und entweder einem Sulfonylharnstoff oder einem PPARγ-Agonisten.
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Quelle: G-BA Nutzenbewertung: Sitagliptin (G-BA, 2013). Originaldokument ansehen
KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.