Mitoxantron bei MS: AML-Risiko und Kardiotoxizität
Hintergrund
Das Zytostatikum Mitoxantron wird neben onkologischen Indikationen auch zur Behandlung der sekundär progredienten oder progressiv-schubförmigen multiplen Sklerose (MS) eingesetzt. Dies erfolgt, wenn eine immunmodulatorische Therapie versagt hat oder nicht vertragen wurde.
Die Arzneimittelkommission der deutschen Ärzteschaft (AkdÄ) berichtet über Fälle von akuter myeloischer Leukämie (AML) im Zusammenhang mit der MS-Behandlung durch Mitoxantron. Studien belegen ein dosisabhängig erhöhtes Risiko für therapieassoziierte Leukämien, teilweise einhergehend mit charakteristischen chromosomalen Translokationen.
Neben dem Leukämierisiko stellt die dosisabhängige Kardiotoxizität ein weiteres erhebliches Problem der Therapie dar. Diese Zusammenfassung basiert auf einer Arzneimittel-Sicherheitswarnung der AkdÄ.
💡Praxis-Tipp
Es wird dringend empfohlen, bei Patienten nach einer Mitoxantron-Therapie auch Jahre nach dem Absetzen an mögliche kardiale Spätfolgen zu denken. Die AkdÄ rät zu jährlichen Echokardiografien bis zu fünf Jahre nach Therapieende, da die Kardiotoxizität stark verzögert auftreten kann.
Häufig gestellte Fragen
Die AkdÄ empfiehlt eine jährliche Herzuntersuchung bis zu fünf Jahre nach Beendigung der Therapie. Dies wird begründet mit dem Risiko für verzögert auftretende kardiale Beeinträchtigungen.
Laut Publikation liegt die maximale kumulative Gesamtdosis bei 140 mg/m² Körperoberfläche. Das Erreichen dieser Dosis erfordert eine strenge Nutzen-Risiko-Abwägung und engmaschige kardiologische Kontrollen.
Es besteht ein dosisabhängig erhöhtes Risiko für die Entwicklung einer akuten myeloischen Leukämie (AML). In der Literatur werden charakteristische chromosomale Translokationen beschrieben, die nach der Behandlung auftreten können.
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Quelle: AkdÄ Bekanntgabe: Akute myeloische Leukämie nach Behandlung einer multiplen Sklerose mit Mitoxantron (AkdÄ, 2009). Originaldokument ansehen
KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.
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