Pregabalin (Lyrica): Abhängigkeit und Risikofaktoren
Hintergrund
Pregabalin (Lyrica) ist ein Analogon der Gamma-Aminobuttersäure (GABA). Es ist unter anderem zur Behandlung von neuropathischen Schmerzen, generalisierten Angststörungen und als Zusatztherapie bei Epilepsie zugelassen.
Aufgrund der GABA-ergen Eigenschaften besitzt der Wirkstoff ein pharmakodynamisch plausibles Abhängigkeitspotenzial. Ähnlich wie bei anderen GABA-ergen Substanzen, wie beispielsweise Benzodiazepinen oder Alkohol, kann es zu einer Toleranzentwicklung und Missbrauch kommen.
Die Arzneimittelkommission der deutschen Ärzteschaft (AkdÄ) berichtet über Fälle von Medikamentenmissbrauch mit extremen Dosissteigerungen. Bei Entzugsversuchen wurden zudem ausgeprägte vegetative Symptome beobachtet.
💡Praxis-Tipp
Laut AkdÄ-Warnung ist eine eigenmächtige Dosissteigerung ein wichtiges Warnsignal für eine beginnende Abhängigkeit. Es wird empfohlen, Rezeptanforderungen kritisch zu prüfen, da sich Betroffene häufig durch das Erschleichen von Verordnungen hohe Mengen des Wirkstoffs beschaffen. Zudem wird darauf hingewiesen, dass ein abrupter Entzug zu ausgeprägten vegetativen Symptomen führen kann.
Häufig gestellte Fragen
Ja, laut AkdÄ besitzt Pregabalin ein Abhängigkeits- und Missbrauchspotenzial. Es sind Fälle dokumentiert, in denen Betroffene die Dosis extrem gesteigert haben und bei einem Entzug vegetative Symptome auftraten.
Die empfohlene Tageshöchstdosis für Pregabalin liegt bei 600 mg. In dokumentierten Missbrauchsfällen wurden jedoch Mengen von bis zu 7500 mg pro Tag eingenommen.
Der Wirkstoff ist zur Behandlung von neuropathischen Schmerzen, generalisierten Angststörungen und als Zusatztherapie bei partiellen epileptischen Anfällen zugelassen.
Laut AkdÄ haben insbesondere Personen mit Suchterkrankungen in der Vorgeschichte ein erhöhtes Risiko für einen Missbrauch. Bei dieser Gruppe wird eine besonders sorgfältige Überwachung empfohlen.
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Quelle: AkdÄ Bekanntgabe: Abhängigkeitspotenzial von Pregabalin (Lyrica®) (AkdÄ, 2011). Originaldokument ansehen
KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.
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