Aerosole in der Zahnmedizin: Schutzmaßnahmen und PSA

KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: AWMF|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Die AWMF-Leitlinie adressiert den Umgang mit zahnmedizinischen Patienten bei einer Belastung mit aerosol-übertragbaren Erregern wie SARS-CoV-2. Oberste Priorität hat der Schutz des zahnmedizinischen Personals und der Patienten bei gleichzeitiger Aufrechterhaltung der zahnärztlichen Grundversorgung.

Bei zahnärztlichen Eingriffen mit wassergekühlten Instrumenten entstehen unweigerlich Tröpfchen, Spraynebel und Aerosole. Diese können potenziell infektiöse Mikroorganismen aus der Mundhöhle des Patienten im Behandlungsraum verbreiten.

Laut Leitlinie ist der Übergang von Tröpfchen zu Aerosolen fließend und von den Umgebungsbedingungen abhängig. Während größere Tröpfchen rasch absinken, können kleinere Aerosole über längere Zeit in der Luft schweben und größere Distanzen zurücklegen.

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Häufige Fragen dazu

💡Praxis-Tipp

Laut Leitlinie sollten unaufschiebbare Notfallbehandlungen bei symptomatischen oder infizierten Patienten möglichst am Ende des Arbeitstages terminiert werden. Es wird dringend empfohlen, diese Patienten räumlich strikt von der Normalsprechstunde zu trennen. Zudem sollte bei diesen Eingriffen auf den Einsatz von schnell rotierenden oder ultraschallbetriebenen Instrumenten verzichtet werden, um die Aerosolbildung zu minimieren.

Häufig gestellte Fragen

Laut Leitlinie ist bei Patienten ohne Infektionsverdacht das Tragen eines medizinischen Mund-Nasen-Schutzes (MNS) ausreichend. Für das generelle Tragen einer FFP2-Maske bei allen zahnärztlichen Tätigkeiten liegt derzeit keine belastbare Evidenz vor.

Es gibt laut Leitlinie bisher keine klinischen Daten, die belegen, dass Mundspüllösungen die Infektiosität von SARS-CoV-2 reduzieren. Dennoch wird eine präprozedurale Spülung empfohlen, um die allgemeine Keimlast im Aerosol zu vermindern.

Die Leitlinie hält fest, dass eine Temperaturmessung erfolgen kann, jedoch von einer Vielzahl falsch positiver Ergebnisse auszugehen ist. Zudem können fehlende Fiebersymptomatik oder die Einnahme von fiebersenkenden Mitteln zu falsch negativen Ergebnissen führen.

Es wird empfohlen, Behandlungsräume während oder nach der Behandlung regelmäßig zu lüften. In Räumen mit hoher Belegung, wie dem Wartezimmer oder Sozialraum, soll laut Leitlinie besonders intensiv gelüftet werden.

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Quelle: Umgang mit zahnmedizinischen Patienten bei Belastung mit Aerosol-übertragbaren Erregern (AWMF). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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