5-Fluorouracil: DPD-Testung bei Nierenfunktionsstörung

KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: AkdÄ (2024)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

5-Fluorouracil (5-FU) ist ein parenteral verabreichtes Chemotherapeutikum, das zur Behandlung verschiedener onkologischer Erkrankungen zugelassen ist. Der Abbau des Wirkstoffs erfolgt maßgeblich über das Enzym Dihydropyrimidin-Dehydrogenase (DPD).

Bei einer eingeschränkten Funktion dieses Enzyms ist der Abbau des Medikaments verzögert. Dies führt zu einem signifikant erhöhten Risiko für schwere oder lebensbedrohliche toxische Reaktionen unter der Therapie.

Dieser Artikel fasst die Sicherheitsinformationen des Rote-Hand-Briefs der Arzneimittelkommission der deutschen Ärzteschaft (AkdÄ) aus dem Jahr 2024 zusammen. Im Fokus steht die korrekte Interpretation der DPD-Diagnostik bei Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion.

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Häufige Fragen dazu

💡Praxis-Tipp

Der Rote-Hand-Brief warnt davor, erhöhte Uracilspiegel bei Vorliegen einer Niereninsuffizienz unkritisch als DPD-Mangel zu werten. Es wird darauf hingewiesen, dass eine daraus resultierende Fehldiagnose zu einer Unterdosierung von 5-Fluorouracil und damit zu einer gefährlichen Untertherapie der onkologischen Grunderkrankung führen kann.

Häufig gestellte Fragen

Das Enzym Dihydropyrimidin-Dehydrogenase (DPD) ist für den Abbau von 5-Fluorouracil verantwortlich. Bei einer eingeschränkten Enzymfunktion besteht laut Rote-Hand-Brief ein stark erhöhtes Risiko für schwere oder lebensbedrohliche Toxizität.

Eine mittelschwere oder schwere Nierenfunktionsstörung kann zu erhöhten Uracilspiegeln im Blut führen. Wenn Uracilspiegel zur DPD-Phänotypisierung genutzt werden, kann dies fälschlicherweise als DPD-Mangel interpretiert werden.

Eine falsche Diagnose kann zu einer ungerechtfertigten Unterdosierung von 5-Fluorouracil führen. Dies vermindert die Wirksamkeit der onkologischen Behandlung erheblich.

Nein, bei einem vollständigen DPD-Mangel besteht eine absolute Kontraindikation. Diese Patienten dürfen weder mit 5-Fluorouracil noch mit anderen Fluorpyrimidinen wie Capecitabin oder Tegafur behandelt werden.

Gemäß den Sicherheitsinformationen sollte bei einem diagnostizierten partiellen DPD-Mangel eine reduzierte Anfangsdosis von 5-Fluorouracil in Betracht gezogen werden.

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Quelle: AkdÄ: Rote-Hand-Brief zu 5-Fluorouracil (i.v.): Uracilspiegel zur DPD-Phänotypisierung bei Nierenfunktionsstörung mit Vorsicht interpretierenDrug (AkdÄ, 2024). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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