Zervixkarzinom-Screening: Leitlinien-Empfehlungen

Diese Leitlinie stammt aus 2018 und ist möglicherweise nicht mehr aktuell. Aktualität beim Herausgeber prüfen
KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: USPSTF (2018)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Die USPSTF (US Preventive Services Task Force) hat 2018 ihre Leitlinie zum Screening auf Zervixkarzinome aktualisiert. Die Sterblichkeitsrate durch Gebärmutterhalskrebs in den USA ist durch flächendeckende Screening-Programme zwischen 2000 und 2015 von 2,8 auf 2,3 Todesfälle pro 100.000 Frauen gesunken.

Die Leitlinie bewertet die Evidenz für verschiedene Screening-Strategien. Dazu gehören die alleinige Zytologie, die primäre Testung auf High-Risk-Humane-Papillomviren (hrHPV) sowie die Kombination beider Verfahren (Ko-Testung).

Zudem wurden der optimale Beginn, das Ende und die Intervalle des Screenings analysiert. Dabei wurden der Nutzen und die möglichen Schäden der verschiedenen Strategien für unterschiedliche Altersgruppen gegeneinander abgewogen.

Empfehlungen

Die Leitlinie formuliert klare, altersabhängige Empfehlungen für das Zervixkarzinom-Screening. Ein Screening bei Frauen zwischen 21 und 65 Jahren senkt laut Leitlinie die Inzidenz und Mortalität von Gebärmutterhalskrebs signifikant.

Empfohlene Screening-Strategien

Abhängig vom Alter werden unterschiedliche Methoden und Intervalle empfohlen:

AltersgruppeEmpfohlene Screening-StrategieIntervallEmpfehlungsgrad
Frauen 21 bis 29 JahreZytologie alleinAlle 3 JahreA
Frauen 30 bis 65 JahreZytologie alleinAlle 3 JahreA
Frauen 30 bis 65 JahrehrHPV-Testung alleinAlle 5 JahreA
Frauen 30 bis 65 JahreKo-Testung (hrHPV + Zytologie)Alle 5 JahreA

Gruppen ohne Screening-Empfehlung

Für bestimmte Personengruppen wird von einem Screening abgeraten (Empfehlungsgrad D), da der klinische Nutzen fehlt oder die potenziellen Schäden überwiegen. Die Leitlinie empfiehlt kein Screening bei:

  • Frauen unter 21 Jahren.

  • Frauen über 65 Jahren, die zuvor ausreichend gescreent wurden und kein hohes Risiko für ein Zervixkarzinom aufweisen.

  • Frauen nach einer Hysterektomie mit Entfernung der Zervix, sofern keine Vorgeschichte mit hochgradigen präkanzerösen Läsionen oder Zervixkarzinomen vorliegt.

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Häufige Fragen dazu

💡Praxis-Tipp

Ein wichtiger Hinweis der Leitlinie betrifft Frauen nach einer Hysterektomie. Es wird explizit davon abgeraten, ein Screening durchzuführen, wenn die Zervix entfernt wurde und keine Historie von hochgradigen präkanzerösen Läsionen oder Gebärmutterhalskrebs besteht.

Häufig gestellte Fragen

Die Leitlinie empfiehlt den Beginn des Screenings ab einem Alter von 21 Jahren. Bei Frauen unter 21 Jahren wird explizit von einem Screening abgeraten.

Für diese Altersgruppe nennt die Leitlinie drei gleichwertige Optionen. Es wird entweder eine alleinige Zytologie alle 3 Jahre, ein alleiniger hrHPV-Test alle 5 Jahre oder eine Ko-Testung alle 5 Jahre empfohlen.

Laut Leitlinie wird bei Frauen über 65 Jahren kein weiteres Screening empfohlen, sofern zuvor ausreichende unauffällige Untersuchungen stattfanden. Dies gilt jedoch nur für Frauen, die kein anderweitig erhöhtes Risiko für ein Zervixkarzinom aufweisen.

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Quelle: Screening for Cervical Cancer: US Preventive Services Task Force Recommendation Statement. (USPSTF, 2018). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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