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Zervixkarzinom: Diagnostik, Therapie und Nachsorge

Diese Leitlinie stammt aus 2022 und ist möglicherweise nicht mehr aktuell. Aktualität beim Herausgeber prüfen
KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: Leitlinienprogramm Onkologie (2022)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Die S3-Leitlinie zum Zervixkarzinom (Version 2.2, 2022) bietet evidenzbasierte Empfehlungen für die gesamte Versorgungskette. Das Zervixkarzinom ist weltweit das vierthäufigste Malignom der Frau, wobei die Inzidenz in Deutschland durch Früherkennungsprogramme deutlich gesunken ist.

Hauptrisikofaktor für die Entstehung ist eine persistierende Infektion mit Hochrisiko-HPV-Typen (vor allem 16 und 18). Histologisch handelt es sich in etwa 80 Prozent der Fälle um Plattenepithelkarzinome, während der Anteil der Adenokarzinome auf rund 20 Prozent gestiegen ist.

Trotz technischer Fortschritte in der Therapie stagnieren Mortalität und Morbidität in den letzten Jahren. Ziel der Leitlinie ist es daher, durch standardisierte, stadiengerechte Therapiekonzepte Über- und Untertherapien zu vermeiden und die Lebensqualität der Erkrankten zu verbessern.

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Häufige Fragen dazu

💡Praxis-Tipp

Ein entscheidender Paradigmenwechsel der Leitlinie betrifft den operativen Zugangsweg bei Frühstadien. Es wird ausdrücklich darauf hingewiesen, dass die offene abdominale radikale Hysterektomie der minimalinvasiven Technik hinsichtlich des krankheitsfreien Überlebens und des Gesamtüberlebens signifikant überlegen ist. Es wird empfohlen, Patientinnen bis zum Stadium FIGO IB1 primär offen zu operieren.

Häufig gestellte Fragen

Laut Leitlinie wird ein MRT des Beckens ab dem FIGO-Stadium IB2 bis einschließlich Stadium III zur Beurteilung der lokoregionären Tumorausbreitung empfohlen. Bei Kontraindikationen für ein MRT sollte ein CT von Thorax, Abdomen und Becken erfolgen.

Der Einsatz eines PET-CT zur Therapieplanung des primären Zervixkarzinoms wird nicht routinemäßig empfohlen. Es sollte primär in der Rezidivsituation zum Ausschluss von Fernmetastasen vor geplanten lokalen Therapieverfahren eingesetzt werden.

Die Therapieentscheidung erfolgt interdisziplinär in Abhängigkeit von Tumorstadium und Gestationsalter. Ab dem zweiten Trimenon kann eine neoadjuvante platinbasierte Chemotherapie erwogen werden, um die Schwangerschaft bis zur fetalen Reife zu prolongieren.

Bei Frühstadien (bis IB1 < 2 cm) und Kinderwunsch können fertilitätserhaltende Operationen wie die Konisation oder die radikale Trachelektomie durchgeführt werden. Voraussetzung ist der histopathologische Nachweis tumorfreier pelviner Lymphknoten.

Es werden klinische Kontrollen inklusive Zytologie alle 3 Monate in den ersten 3 Jahren und anschließend alle 6 Monate für weitere 2 Jahre empfohlen. Auf routinemäßige Bildgebung oder Tumormarkerbestimmungen bei asymptomatischen Verläufen wird verzichtet.

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Quelle: S3-Leitlinie Zervixkarzinom v2.2 (2022) (Leitlinienprogramm Onkologie, 2022). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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