Valproat: Patientenkarte und teratogene Risiken

Diese Leitlinie stammt aus 2017 und ist möglicherweise nicht mehr aktuell. Aktualität beim Herausgeber prüfen
KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: AkdÄ (2017)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Die Drug Safety Mail der Arzneimittelkommission der deutschen Ärzteschaft (AkdÄ) aus dem Jahr 2017 informiert über neue Risikominimierungsmaßnahmen für Valproat. Hintergrund ist eine Neubewertung durch die Europäische Arzneimittelbehörde (EMA) bezüglich der Anwendung bei Schwangeren und Frauen im gebärfähigen Alter.

Es ist bekannt, dass eine Valproatexposition im Mutterleib mit teratogenen Wirkungen sowie schwerwiegenden Entwicklungsstörungen einhergehen kann. Dazu zählen unter anderem ein verminderter IQ, Autismus-Spektrum-Störungen und ADHS.

Da Überprüfungen im Jahr 2016 zeigten, dass verordnende Ärzte und Patientinnen die Risiken oft nicht ausreichend kannten, wurden die Aufklärungsmaßnahmen verschärft. Als zentrales Element wurde eine spezielle Patientenkarte eingeführt, um die kontinuierliche Aufklärung zu gewährleisten.

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Häufige Fragen dazu

💡Praxis-Tipp

Ein zentraler Aspekt im klinischen Alltag ist die aktive Aufklärung von Frauen im gebärfähigen Alter bei jeder einzelnen Valproat-Verordnung. Da frühere Informationskampagnen nicht den gewünschten Erfolg zeigten, wird dringend angeraten, die Patientenkarte nicht nur stumm auszuhändigen, sondern die teratogenen Risiken und möglichen Entwicklungsstörungen im persönlichen Gespräch detailliert zu erläutern.

Häufig gestellte Fragen

Überprüfungen im Jahr 2016 zeigten, dass Ärzte und Patientinnen die Risiken einer Valproatexposition in der Schwangerschaft oft nicht ausreichend kannten. Die Karte soll sicherstellen, dass Frauen im gebärfähigen Alter regelmäßig über teratogene Effekte und Entwicklungsstörungen aufgeklärt werden.

Laut Sicherheitswarnung soll die Karte sowohl vom verordnenden Arzt bei der Rezeptausstellung als auch vom Apotheker bei der Medikamentenabgabe ausgehändigt werden. Dies gilt für alle weiblichen Jugendlichen und Frauen im gebärfähigen Alter.

Das Dokument warnt vor schwerwiegenden Entwicklungsstörungen bei Kindern, die im Mutterleib Valproat ausgesetzt waren. Dazu gehören unter anderem ein verminderter IQ, Autismus-Spektrum-Störungen und ADHS.

Eine Verordnung bei Epilepsien und manischen Episoden bei bipolaren Störungen wird nur dann empfohlen, wenn andere Arzneimittel nicht wirksam sind. Ebenso ist eine Anwendung möglich, wenn medikamentöse Alternativen nicht vertragen werden.

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Quelle: AkdÄ: Informationsbrief zu Arzneimitteln, die Valproat und (AkdÄ, 2017). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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