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Prostatakrebs-Screening: USPSTF-Leitlinie (2018)

Diese Leitlinie stammt aus 2018 und ist möglicherweise nicht mehr aktuell. Aktualität beim Herausgeber prüfen
KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: US Preventive Services Task Force (2018)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Das Screening auf Prostatakrebs ist ein zentrales und vieldiskutiertes Thema in der Vorsorgemedizin. Die US Preventive Services Task Force (USPSTF) befasst sich in ihrer Leitlinie aus dem Jahr 2018 mit dem PSA-basierten Screening. Laut USPSTF bietet das Screening einen potenziell geringen Nutzen durch die Senkung der Wahrscheinlichkeit, an Prostatakrebs zu versterben. Demgegenüber stehen jedoch laut Leitlinie mögliche Schäden für viele Männer. Dazu zählen falsch-positive Ergebnisse, Überdiagnosen sowie Übertherapien, die zu Inkontinenz und erektiler Dysfunktion führen können.

Zu den von der USPSTF genannten Risikofaktoren für Prostatakrebs gehören:

  • Alter über 55 Jahre
  • Schwarze/afroamerikanische Abstammung (verbunden mit höherer Inzidenz und Mortalität)
  • Familiäre Vorbelastung für Prostatakrebs
  • Vorliegen einer BRCA2-Mutation

Empfehlungen

Die USPSTF gibt für das Prostatakrebs-Screening klare, altersabhängige Empfehlungen ab:

Männer im Alter von 55 bis 69 Jahren (Grad C)

Die Leitlinie empfiehlt, die Entscheidung für oder gegen ein PSA-basiertes Screening individuell und im Rahmen einer gemeinsamen Entscheidungsfindung ("Shared Decision-Making") zu treffen. Die USPSTF stuft die Sicherheit, dass der Nettonutzen gering ist, als mindestens moderat ein.

Männer ab 70 Jahren (Grad D)

Für diese Altersgruppe spricht die USPSTF eine Empfehlung gegen das Screening aus, unabhängig vom allgemeinen Gesundheitszustand.

Männer unter 55 Jahren

Hierzu gibt es keine allgemeine Empfehlung. Bei schwarzen Männern und solchen mit familiärer Vorbelastung kann laut Leitlinie jedoch erwogen werden, das Screening bereits vor dem 55. Lebensjahr zu besprechen.

Hinsichtlich der Methodik und des Intervalls hält die USPSTF fest:

  • Wenn ein Screening nach gemeinsamer Entscheidungsfindung durchgeführt wird, empfiehlt die Leitlinie einen PSA-Test alle 1 bis 2 Jahre.
  • Die digitale rektale Untersuchung (DRU) wird von der USPSTF ausdrücklich nicht für das Screening empfohlen.

Kontraindikationen

Gemäß der USPSTF-Leitlinie wird von einem Prostatakrebs-Screening bei Männern ab 70 Jahren abgeraten (Empfehlungsgrad D). Die Leitlinie stuft dies so ein, da in dieser Altersgruppe mit moderater bis hoher Sicherheit kein Nutzen besteht oder die potenziellen Schäden den Nutzen überwiegen.

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💡Praxis-Tipp

Die USPSTF-Leitlinie betont die Wichtigkeit der gemeinsamen Entscheidungsfindung ("Shared Decision-Making") bei Männern zwischen 55 und 69 Jahren, bei der die individuellen Präferenzen des Patienten sowie die potenziellen Vor- und Nachteile des PSA-Tests sorgfältig abgewogen werden sollen.

Häufig gestellte Fragen

Die USPSTF sieht bei Männern zwischen 55 und 69 Jahren einen potenziell geringen Nutzen und empfiehlt hier eine individuelle Entscheidungsfindung zusammen mit dem Arzt.

Nein, die USPSTF-Leitlinie empfiehlt die digitale rektale Untersuchung nicht für das Prostatakrebs-Screening. Es wird ausschließlich der PSA-Test herangezogen.

Wenn nach gemeinsamer Entscheidungsfindung ein Screening vereinbart wird, empfiehlt die Leitlinie ein Intervall von 1 bis 2 Jahren für den PSA-Test.

Laut USPSTF gelten ein Alter über 55 Jahre, schwarze/afroamerikanische Abstammung, familiäre Vorbelastung sowie eine BRCA2-Mutation als Risikofaktoren.

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Quelle: USPSTF: Prostate Cancer: Screening (Grade C, 2018) (US Preventive Services Task Force, 2018). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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